Jahrgang 
1828
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Der Würger - Freund,

Dreizehnter Jahrgang.' Zweite? Quartal.

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Schon schmücken' sich mit frischem Grün Die Höhen und die Auen.

'Viertausend Blumen im Erblüh'»

Sind auf der Flur zu schauen.

Der Wald das Thal wird wieder neu, Im Herzen bleibt die alte Treu.

Mein

Kommet All' in meinen Garten Viele Blumen blühen da,

Jeder, der sie sieht, wird sagen,

Daß er niemals schön're sah.

Auch wird gleich ein niedlich Sträußchen Jedem Fremden abgepflückt,

Welches sich zu seiner Neigung Und zu seinen Launen schickt.

Garten.

Sinn pflanz' hab' ich für Poeten',

Lorbeern auch für sie gebaut, Nebenan blüht für die Geiz'gen Vielfach Tausendgüldenkraut, Ehemännern reich ich Mannstreu' Und den Schwärmern Frauenhaar, Eifersücht'gen Sauerampfer, Schwätzern Glockenblumen dar.

Veilchen geb' ich den Bescheid'ncn, Myrthen geb' ich einer Braut, Wintergrün den alten Frauen, Jungen Mädchen Löffelkraut, Faden jungen Hcrr'n Narcissen, Fürsten ein» Kaiscrkron',

Ihren Schranzen Sonnenwenden Den Phlegmat'schen reich' ich Mohn.

Stolzen biet' ich Hahnenkämme,

Armen biet ich Münzen an, Stachelbecr den Journalisten,

Den Soldaten Löwenzahn, Ringelblumen den Schmarotzern,

Tulpen einem dummen Wicht, Immortellen meinen Freunden,

Liebchen ein Vergißmeinnicht.

I. F. Castelli.