Wer Würger - Freund»
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Dreizehnter.Jahrgang Zweites Quartal.
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Wochenschrift.
Wremen. Donnerslss ven 22. M rr i 1 8 s s.
Späh' nicht in des Stromes Bette,
Labe dich am Rascnbord;
Knüpfe neu der Freuden Kette,
Wen» ein Blumenglicd verdorrt. Salis.
Der Nibelungenhort.
ES war einmal ein König, Ein König an dem Rhein, Der Nebte nichts so wenig, Als Hader, Gram und Pein» Es grollten seine Degen Um einen Schatz im Land, Und wären fast erlegen Vor ihrer ei'gnen Hand.
Da senkten es die Stolzen Hinunter in die Fluth;
Es ist wohl gar geschmolzen, Seitdem es da geruht; Vermählet mit den Wellen Des Stroms, der d'rüber rollt, Läßt es die Reben schwellen' Und glänzen gleich dem Gold.
Da sprach er zu den Edeln: '
„Was fördert Euch das Gold,
Wenn Ihr mit Euern Schädel» ' ^ , Den Hort erkaufen sollt?
Ein Ende sey der Plage,
Versenkt es in den Rhein»'
Bis zu dem jüngsten Tage,
Soll's da verborgen seyn!"
Daß doch ein Jeder dachte Wie dieser König gut,
Aus daß kein Leid ihn brächte Um seinen hohen Muth:
So senkten wir hinunter Den Kummer in den Rhein,
Und tränken froh und munter V»n seinem gold'nen Wein.
K. Simrock.