Dreizehnter Jahrgang. Erstes Quartal.
Der
Ärger - jF r e it n
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W o « e n s ch r i f k.
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Bremen. Donnerstag ven 27. Mlrir? losg.
„Wie die Aehren doch wogen und reicher weh'n „Als drüben beym Nachbar die Halme steh'n So denket der arge Geselle noch,
— Was er gesäet, das erndtct er doch!
, D e r S
(Lege
Es war einmal gar ein böser Mann,
Voll Lug und Trug und argem Wahn,
Sprach nie ein wahres, erquickendes Wort,
Nur ewig Lügen, fort und fort.
Wollt einer Rath, war er schlimm belehrt,
Denn alle sein Trachten, das war verkehrt; —
Es war weit im ganzen Judenland Der böse Ackersmann bekannt.
Ein'S Tages, wie er eben sät',
Da kam in stiller Majestät,,
Der Herr Jesus Ehrist über's Saatfeld quer Mit seinen Jüngern zum Sämann her:
Sem göttlich Auge, so mild und klar,
Seine Stirne leuchtend wunderbar; —
And zu dem Sämann Lescheidentlich Der Herr und Meister wendet sich,
ä m a n n..
n d e.)
Und richtet sein göttliches Wort an ihn,
Und wie er erkennt seinen Lügensinn,
Fragt er ihn, mit welcher Frucht er das Feld Zur lustigen Erntezeit bestellt? —
Der Andre grollt ihn mürrisch an,
Schillt ihn einen fürwitzigen Mann,
„Und, was ich bau, — gebt ihr nichts dazu,. Müht alles wissen, laßt mich in Ruh,
Ich bau es, wie's mir zu Sinne steht. — Hab's Heuer mit Ki eselsteinch en besät"!
Der Meister schaut ihm ernst ins Gesicht,
Geht seinen Weg, redet kein Wörtchen nicht; — Der Andre knurrt ihm noch weiter nach,
Bestellt sein Feld, kehrt unter sein, Dach, Brummt noch ein Paar Worte in den Bart, Denkt weiter nicht dran nach seiner Art.