Der Würger - freund»
Dreizehnter Jahrgang, Erstes Quartal.
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Wochenschrift.
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So soll ein Fürst den edlen Diener ehren, So dieser seines Fürsten Ruhm vermehren.
Friedrich der Ernsthafte und Friedrich von Wangen heim
im Lager vor
Als unter Eduard des Dritten *) Fahnen Der ernste Friedrich **) hohen Ruhm errungen, Sprach also er zum König: „Werth der Ahnen,
Hab' ich im Kampse manchen Feind bezwungen, Und manchen Lorbeer auf des Lebens Bahnen In meine Fürstcnkrone festgeschlungen.
Drum magst Du mir den Ritterschlag gewähren,
Und also meines Ruhmes Glanz verklären."
Der König d'rauf: „Wohl werth der Ritterehrc, Hab' ich Dich, edlen Fürsten, längst befunden; Doch daß Dein seltner Ruhm sich noch vermehre, Magst Du den Tapfersten im Heer erkunden,
*) König Eduard III. von England der Bundesgenosse Ludwigs des BaicrN gegen den französischen König Philipp VI.,
") Friedrich der Ernsthafte, von i32b — 154g ' Landgraf in Thüringen.
Damit er Dir mit seines Schwertes Wehre,
Die oft den Feind gesäct Tod und Wunden,
Den Eyrenschlag vor aller Welt verleihe,
Und Dich nach heil'gem Brauch zum Ritter,weihe."
Und Friedrich ruft: „So trete sonder Säumen Der edle Wangcnheim aus diesen Schaaren,
Der tapfer in des Schlachtgesildcs Räumen,
Und muthig in den größten Lodgefahren,
Fern aller Furcht und allen bangen Träumen,
Mit mir des Lebens Krümmen kühn befahren,
Der hundert Kränze sich in's Haar geflochten,
Der nie besiegt sich ew'gcn Ruhm erfochten.
„Er trete vor, der meines Landes Gauen Gesäubert von den räuberischen Grafen, *)
Die so viel Schlösser, Klöster, Dörfer, Aue»,
Die, Alles wild geplündert, was sie trafen.
*) Die Herren von Lreffurt nebst ihren Raubgenoffcn