Jahrgang 
1828
Einzelbild herunterladen
 

er Würger' - F r e u n d.

a)(oro. 9

Dreizehnter Jahrgang^ Erstes Quartal.

WWW

WWW'

^ÄL-üA-EsKM

AMZ

eine

Wochenschrift.

Bremen. Donnerstag ven 3 1 . Januar i » 2 o.

Ein solcher Lausch kann Nicht gereuen,

Er macht von beiden Seiten reich,

Und bleibt — soll ich euch Weihrauch streuen, Ein ganz unschuld'ger —^ Schelmenstreich.

A n t w

Liebchen, List du so empfindlich, Mißverstehst du so mein Treiben, , Daß du wagst, solch unverbindlich Kurzes Dreeschen mir zu schreiben?

Wie du mir sammt Haar und Ringen Brief und Bild zurück gesendet,

Soll auch ich zum Opfer bringen, Was die Liebe mir gespendet?

Magst du Alles, was dem Herzen Lhcuer, mir so grausam rauben?

Die Erinn'rung süßer Schmerzen,

Und der Treue heil'gen Glauben?

Wär' ich nicht so grad'-und ehrlich, Zart bescheiden nicht vor Vielen, Sieh, wie könnt' ich jetzt gefährlich Mit den theuern Pfändern spielen!

o r I

Doch zu kräftig, mich zu rächen,

Und zu stolz, dein hartes Richten Noch durch Flehen zu bestechen,

Will ich selbst das Band vernichten!

Morgen komm' ich, ernst und strenge,

Alles dir zurück zu bringen,

Deiner Briefchen süße Menge,

Deiner Locken zarte Schlingen.

Und — sey's schwer, von den unzahl'gen Süßen Küssen mich zu trennen,

Die mir noch von tausend sel'gen Stunden auf den Lippen brennen.

Sie auch mögen deinem regen Zorn als Opferflammen rauschen;

Morgen bring' ich sie, dagegen Mir die mein'gen einzutauschen.

t§. Nangrthr.