Jahrgang 
1828
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Dreizehnter Jahrgang. Erstes Quartal.

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Wochenschrift.

Vremen. Donnerstag ven 24 . Januar r « 2 s.

Das Glück wohnt nicht in goldnen Haken /Ist selten nur des Reichthums'Zoos: Nur in der Tugend stillen Schöoß.

Läßt es die schönsten Blüthen fallen.

Das wahre Glück.

Vt-r Achlachl von Marignano.

Wo thront das Glück? Es auszuspäh'n. Durchzog ich Meer und Thal- und Höh'n;

Bom Goldpallast zum Dach von Stroh,

Und stets noch fragt der Seufzer:Wo ?"

Als Kind schon sehnt' ich mich nach ihm;

Als Mann sucht' ich's mit Ungestüm;

Ein Greis jetzt trcff' ich's noch nicht an,

Und stets noch fragt der Seufzer;Wann?"

Ich rang ihm nach durch Müh' und Geld,

Durch Macht und Ruhm in Staat und Feld, Durch Scherz und hust; doch traf ich's nie,

Und stets noch fragt der Seufzer:Wie?"

Mich martert stets, was-mir gebricht; - - Was ich besitze, g'nugt mir nicht;

Wenn selbst die Welt mein eigen wär',

Doch wünscht der Seufzer stets noch mehr.

So klagend sank ich einst in'Schlaf Und seufzte fort; doch plötzlich traf'

Ein Donnerton mein staunend Öhr:

Was will drin Seufzer, blöder Thor?

Das wahre Glück hängt nicht von Welt Und Zeit llnd Ort und Stand und Geld

Bon deinem innern Werth- nur ab:

Es wohnt in dir, wo nicht im Grab!"

Bonn. S. M. MnklKkl."

(Fortsetzung.)

2 !.

Bayard ließ den Chevalier de Theis und Watillen nach Marignano bringen. Außer der Wunde am linken Arm, welcher dieser schon am Abend dcS ersten Schlachttages erhalten, war er nun durch die Streitaxt des Mannes von Uri am Kopf, aber so gefährlich , verwundet, daß Villadieu,, der Wundarzt .des Königs, - sehr zweifelte, ob er wieder herzustellen sey. Der Chevalier zehnmal verwundet, war zwar-durch den starken Blutver­lust sehr ermattet, doch keine der Wunden schien gefährlich, der Schlag der Hellebarde am Fuße war die beträchtlichste Verletzung.

Schon am anderen Tage, als Vatillen noch im heftigsten Fieber mit (dem Tode rang, drückte