Der Würger - Freund»
Dreizehnter Jahrgang Erstes Quartal.
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W o ch e n s ch r i f r.
Wremen. Wonnerstsg ven 10. Irrnusri s 2 s.
Das süßeste Glück für die trauernde Brust.,
Nach der schönen Liebe verschwundener Lust,
Sind der Liebe Schmerzen und Klagen.
Schiller.
Das Acyeiven ver Jugendlrsume.
Nein,, sa darf es nimmer dauern, Daß mein Herz in Gram vergeht — Daß des Schmerzes kaltes Schauern Meine schönste Kraft verweht;
Was dahin ist, ist verloren,
Klage nicht ob dem Geschick,
Was für dich nicht ward geboren, - Davon wende deinen Blick.
WaS ich hoffte in der Stille,
Was ich träumte in der Brust —
Bon der Liebe Glanz und Fülle,
Von dos Glückes reicher Lust»
Ach, das Alles ist entschwunden,
Denn der Traum ist längst entflohn—- Und das Glück, das ich empfunden,
Lebt nur noch im Liedeston.
Süße, heitre Jugendtraume,
Die den Busen mir erfüllt —
Die des Lebens düstre Räume Meinem Blicke mir enthüllt; — Fahret wohl, mit euren Kränzen, Die ich um die Stirn' mir wand, Fahret wohl mit eurem Glänzen, Das zu schnell mir schon.entschwand.
Schmerzlich ist's, von dem zu scheiden, . Was dem Herzen theuer ist, Schmerzlich ist es, das zu meiden, Was so schwer der Mensch vergißt» Doch, im Innern Glaubensstärke Und Bertrau'n auf eigne Kraft,
Das ist's, was zum schwersten Werke, Herrliches Gelingen schafft.