Jahrgang 
1828
Einzelbild herunterladen
 

Dev JA ü v 2 e r - A 1t e u n Äl,

Viertes Quartal.

9^)L0. 83

«lM

WWW-

LLMLr

KKl

rZZ

K'siEW

LSEN

ZMl

»8-L:

eine

Wochenschrift.

Vremen. Donirerstsg ven i«. Gctovev i 8 2 s.

O That, du ungeheure, unerkannte,

So schnell erfüllt, doch nimmer ausgedacht!

Ein Sturmwind brauste, der mich Mörder nannte, UndVatermörder" tönt es durch die Nacht.

Der Vatermörder.

Entarteter, nie sollst Du Dein sie nennen,

Ich Haffe Dich und hasse dieses Weib.

Mein Daterfluch soll diese Bande trennen,

Er treffe Dich und ihren Buhlcnleib!"

So rief mein Vater, und des schnöden Spruches Gewalt riß mich von seinen Knieen auf:

,,So flieh' ich denn den Blitz des Vaterfluches,

Und geb', als Sohn, Dich, als den Vater auf!""

Du sagst Dich los?" rief er;es soll Dich äffen." Zur Büchse griff er in entmenschter Wrflh:

Und kann mein Fluch nicht Deine Seele treffen,

So trifft mein Zorn doch Dein entartet Blut!" Lch sprang hinzu , wir rangen: grins't, ihr Hen­ker!

In seinem Haare wühlte meine Hand.

Das Ungeheure klügelt, bleiche Denker!

Lag in die schmale Kugel hingebannt.

Die Büchse knallte; blutend sank er nieder,

Sein Athem floh im aufgescheuchten Lauf;

Sein Auge schloß sich, zuckte, gähnte wieder

Im Vaterblick ging mir die Hölle auf.

Ein Wirrwarr wahnsinnvoller Zaubersprüche, Umlalltc mich sein röchelnd Sühnewort;

Sein Segen war der grausigste der Flüche,

Der tönt, ein ewig Echo, fort und fort.

War es sein Blut, war's ein Verrath der Sinne Ein blut'ger Streif zog durch die Wolken sich;

Ich blökte fletschend nach des Himmels Zinne,

Weiß nicht, verflucht' ich Eiott, verflucht' ich

mich?

Ich lief und fand mich stets am Leichnam wieder; Der Wahnsinn folgte meinem irren Lauf:

Da stürzt' ich auf des Vaters Leiche nieder,

Riß mit den Nageln seine Wunden auf.