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Widriges an ihnen. In kurzem wußt ick weder Anfang noch End mebr; und niemand war, der mir heraushelfen konnte, da ich meine Lage keiner Mensck?enseele entdeckte. Ich machte mir alles zur Sünde: Lachen, Jauchzen, Pfei'ffen. Meine Geisen sollten mich nicht mehr erzürnen dürfen — und ich ward eher böser auf sie. Eines, Tags bracht ich einen todten Vogel nach HauS, den ein Mann geschossen, und auf einen Stecken in die Wiese aufgesteckt hatte. Ich nahm ihn, wie ich in dem Augenblick wähnte, mit qutem Gewissen weg; ohne Zweifel, weil mir seine zierlichen federn vorzüglich wohlgefielen. Aber, sobald mir der Vater sagte: das heiße auch gestohlen, weint ich bitterlich — und hatte diesmal recht — und trug das Aeschen Morgens darauf in aller Frühe wieder a» sein Ort. Doch behielt ich etliche von den schönsten Federn; aber auch dieses kostete mich noch ziemlich Neberwindung. Doch dacht ich: die Federn sind nun ausgerupft; wenn dus schon auch hinträgst, so vcrblast sie der Wind; und dem Mann nützen sie so nichts.— Bisweilen sing ich wieder an zu jauchzen und zu jolen, und trollte aufs neue sorglos über alle Berg. Dann dacht ich: so alles, alles verleugnen, bis auf meine selbstgeschnitzelten hölzernen Kühe — wie ich mir damals den rechten Christensinn ganz buchstäblich vorstellte — sei doch ein traurig elendes Ding, Indessen wurde der Kohlwald von den immer zunehmenden Geisen übertrieben; die Rosse, die man auf den fettern Grasplätzen weiden ließ, bisweilen von den Geisbuben verfolgt, gesprengt u. dgl. Einmal legten die Bursche ihnen Nesseln unter die Schwänze; ein Paar stürzten sich im Lauf über einen Felsen zu tod. ES gab schwere Händel, und das Hüten im Kohlwald wurde gänzlich verboten. Ich hütete darauf noch eine Weile auf unserem eignen Gut. Dann löste mich mein Bruder ab. Und so nahm mein Hirtenstand ein Ende.
Korrespondenzen.
Konstantinopel, 21. Mai. Ich beschloß meinen letzten Anfsatz mit der Erwähnung der zahlreichen Opfer, welche hier Krankheiten aller Art, und unter diesen vornehmlich zwei, Cholera nnd Typhus, täglich fordern. Seitdem haben dieselben infolge der sehr rasch und in hohem Grade zunehmenden Hitze sich noeb mehr gesteigert und die Sterbefällc erinnern in ihrer erschreckenden Menge an die verhängnißvollen Zeiten, in welchen hier die Pest (welche, seitdem die Quarantänen eingerichtet worden, verschwunden ist) ihren Sitz aufgeschlagen hatte. Heimgesucht vor allen andern Stadttheilen ist namentlich Galata und ein Theil von Pcra. Alle Leichen, die von dorther nach dem großen Campo, dem Gottesacker der Franken, geschafft werden, müssen die Grande Nue de Pera einschlagen, woher es denn geschieht, daß man innerhalb dieser Straße und zwar zu jeder Tageszeit,