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Festung und Insel Kronstadt.
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hat jener letzte Kanonenschuß von Kronstadt verkündet, nachdem die Zarenmacht sich vor der Gottesmacht gebeugt.

Wenn aber dereinst alle Batterien Kronstadts tage-, wochen-, monatlang den englisch-französischen Breitseilen entgegengebrüllt haben und endlich schweigen dann ist auch die stolze Zarenresidenz dem zermalmenden Wetter des siegenden Feindes auf Gnade und Ungnade anheimgegeben. Die Peter­paulscitadelle in ihrem Herzen ist kein Schutz, ob sie auch jetzt St. Peters­burg mit ihren Batterien bis zur Vernichtung beherrscht.

Neue historische Schriften.'

Erzählungen aus den n> erov ing ischen Zeiten mit einleitenden Betrach­tungen über die Geschichte Frankreichs von Angustin Thierry. Ans dem Französischen, Zwei Theile in einem Bande. Elberfeld, 1853. R. L. Friderichs.

Das Werk, das uns hier, soviel wir wissen, zum ersten Mal in einer deutschen Uebersetzung vorgelegt wird, gehört zu den edelsten Leistungen auf dem Gebiet der Geschichtschreibung. Thierry vereinigte den Vorzug einer schicklich abgerundeten, lebhaften Darstellung, der die französischen Geschicht­schreiber sast durchweg auszeichnet, mil dem bei ihnen sehr seltenen einer gründ­lichen und tiefen wissenschaftlichen Durchbildung. Hätte diesen außerordentlichen Mann nicht schon so frühzeitig ein feindseliges Geschick in seinen unmittelbaren Forschungen gehemmt, so würde er uns vielleicht noch Werke gegeben haben, die ihn in der gesummten Weltliteratur auf eine der ersten Stellen erhoben hätten. Schon die beiden größern Werke, die wir ihm verdanken, genügen aber, seinen Ruhm für immer sicher zu stellen.

Das gegenwärtige Buch besteht eigentlich aus zwei verschiedenen Werken, die nicht wesentlich zusammengehören. Die Betrachtungen über die Geschichte Frankreichs enthalten eine Charakteristik der leitenden Principien, welche die französische Geschichtschreibung vom 16. Jahrhundert bis aüf unsre Zeit bestimmt haben. Die Fülle der Gelehrsamkeit wird hier durch eine Sicherheit des Urtheils, durch einen gesunden Menschenverstand geregell, der uns be­zaubert. In der Art und Weise, wie die Schriftsteller die Geschichte ihres Volkes aufgefaßt haben, erblicken wir zugleich die stufenweise Entwicklung ihrer sittlichen Principien. Häufig begegnet es unsern überrheinischen Nachbarn, daß sie aus auflodernder Hitze rasch in eine geschäftsmäßige Nüchternheit ver­fallen, in der alles nach augenblicklichen Motiven der Schicklichkeit zurecht ge­macht wird; sie sind entweder Schwärmer oder Intriganten. Von beiden