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ten Unrichtigkeit des Resultates die Methode einer neuen Prüfung unterziehen müsse, umsomehr, da man um ihrer Anwendung willen bisher alle natürlichen Gefühle der Menschheit habe verleugnen müssen..
Und so verhält es sich in der That. Jene Philosophen haben als eine Tugend des französischen Volks ausgegeben, was eine handgreifliche Schwäche wor, nämlich die Neigung, das augenblicklich Zweckmäßige an Stelle deS Sittlichen zu setzen; eine Schwäche, die sich sowol in den Helden des Absolutismuszeigt, als in dem Volke, daS ihn sich gefallen ließ. Wenn wir Männer wie Ludwig XI. und Richelieu wegen ihrer Gewaltthaten loben und preisen, so verletzen wir damit nicht blos unser natürliches Gefühl und unser Gewissen, sondern wir begehen auch einem Irrthum des Verstandes, denn wir schieben den Wirkungen falsche Ursachen unter und es ist um so zweckmäßiger, diesen wüsten Slbstractionen einmal den gesunden Menschenverstand entgegenzuhalten, da sie von den Philosophen zu den Belletristen übergegangen sind, die nun wetteifern aus Richelieu und Seinesgleichen Helden und Halbgötter zu machen.
Was uns in jener Abhandlung noch weiter erfreut hat, ist die klar ausgesprochene Ansicht, daß der Protestantismus der innere Kern der freien bürgerlichen Staatsentwicklung sei, sowol nach seinem sittlichen Inhalt, als nach seiner religiösen Form. Wenn diese Ueberzeugung sich in Frankreich weiter verbreiten wird, so wird zwar keine confessionelle Umwandlung daraus hervorgehen, wol aber eine Richtung aller Kräfte auf einen Kampf gegen dasjenige, was wirklich zu bekämpfen ist.
Neupreußische Politik.
In den neuesten Verhandlungen der zweiten Kammer über die weitere Creditbewilligung tritt neben der sonderbaren Einleitung und dem beklagenS- werthen Schluß vor allem die Rede des Ministerpräsidenten hervor. Herr von Manteuffel hat sich dies Mal ausführlicher ausgesprochen, als gewöhnlich, und so entschieden wir dem Inhalt nach auf Seite seiner Gegner treten, so können wir uns doch nicht erwehren, in Bezug auf die Form so manches >n seiner Rede zu billigen und es unsern politischen Freunden als Richtschnur vorzuhalten. Zu unsern politischen Freunden im weiteren Sinne rechnen wir auch Herrn von Aueröwald, dessen wahrhaft antediluvianische Anschauungen über das Verhältniß von König und Kammer uns mit Staunen und Verwunderung erfüllt hat. So herzlich gern wir das Verdienst der Männer, die zuerst im vereinigten Landtag die Sache des Liberalismus vertraten, anerkennen wollen, so »nisten wir doch den Wunsch aussprechcn, daß diejenigen, die noch ganz auf dem