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Neue französische Romane.
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Ingenuö pse^lex. D umu». lom 1H. liriixellgs Ä l^Llp/.ig, liiessliriz Ä (!omp.

Mit dem fünften Bande hat dieser Nöman, der sich, wie wir bereits er­wähnt haben, unter den historischen Personen der Schreckenszeit bewegt, Marat, Danton u. f. w, seinen Schluß erreicht. Es ist aber noch ein unerwarteter Nachtrag hinzugekommen. DumaS hat nämlich zum Mittelpunkt seiner Ge­schichte die Familienverhältnisse des bekannten Nomanschreibers Rvtis de la Bretonne ausgewählt, der seine Tochter Jngvlme mit hinein gewissen Auger verheirathete, einem Hofbeamten des Grafen von Artois. Diesen Auger stellt der Dichter als den Inbegriff aller menschlichen Verworfenheit oar. Er führt ihn zu einem schmählichen Ende und verheirathet Jngenue an einen polnischen Grasen. Dagegen erhob sich nun die Neclamation zweier Enkel Rvtifs, die beide Söhne der Jngönue sind, die eigentlich Agnes hieß, und der eine von ihnen auch Sohn von Auger.Obgleich alle Welt weiß," heißt es in dieser Neclamation,baß ein Noman kein Geschichtswerk ist, s» wollen wir doch keinen Augenblick zulassen, baß die Erfindungen der Einbildungskraft mit einem Anschein von Authenticität vor das Publicum treten. Allerdings haben im Schoß unsrer Familie beklagenswerthe Zwistigkeiten stattgefunden, aber diese dem Privatleben angehörige Umstände haben niemals den Ruf angetastet, dessen sich unser Vater in der bürgerlichen Gesellschaft erfreut hat." Dumas seiner­seits hat eine Entschuldigung hinzugefügt, die wunderlich genug klingt. Außerdem enthält derselbe Band eine kleine Novelle, gleichfalls aus der Schn'ckenszeit, Llanclrs 6v Lvitulieu, die einen vorwiegend heitern Inhalt hat und recht lebendig erzählt ist. Auch seinen langen Noman:Die Mohi^ kaner von Paris" hat der unermüdlich fleißige Dichter weiter fortgeführt; eS sind jetzt sieben Bände davon vorhanden.

Äensonxes e l, re-ilil.es <l e i-l guvri-e ll'Oi-io»!, pur Victor ^»l^. Nruxvlles el, I^vip/ig, liiessIuiA Lc l^!o»ip.

Das Buch ist eine Sammlung von Ivurnalarlikeln über die orientalische Frage, die während des Jahres 18öi in dem Brüsseler BlattSancho" er­schienen. Vorwiegend in derselben ist der Haß gegen England; aber auch die Franzosen werben sehr übel behandelt. Der Verfasser selbst scheint auf dem radicalen Standpunkt zu stehen und die Freimachung der Nationalitäten von Italien, Ungarn, Polen, Böhmen und Deutschland als die Aufgabe der gegenwärtigen Krisis zu betrachten, soweit man bei dem vorwiegend schön­geistigen und declamirenven Ton der Zeitschrift überhaupt von einem Princip reden kann.

^veril-ures tl'unv t'amills pei'tlae clun» le (teserl,, pur ie eupiliuno Ui>vne-ttöill. 2 ^'om. üluxelios izi, I.eip?ij;, XiLssliiiA Lc Owp. Das Buch ist zwar von einem Engländer geschrieben, aber es sieht ganz