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Das europäische Gleichgewicht. 1.
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die antirUssische Allianz hineinzuziehen, so kann von da ab nicht nur der Drei­bund als für alle Zeiten begraben erachtet werden, sondern der Krieg wird alsdann auch einen Charakter annehmen, welcher der politischen Oberfläche Europas eine durchaus veränderte Gestaltung geben dürfte.

Aber dieses Gelingen ist äußerst zweifelhaft, und es wird dies mehr und mehr, jeweniger Erfolge die englisch-französischen Waffen in der Krim er­ringen. Sollte es dennoch geschehen, daß Preußen und Oestreich sich an die Westmächte anschließen, so könnte es unter Bedingungen stattfinden, welche der einen deutschen Großmacht ebensoviel am Pontus wie der anderen am balti­schen Meere, und zwar sehr Bedeutendes, gewähren würden. Damit sind die Zielpunkte bezeichnet, welche in diesem Kriege für uns in Aussicht stehen.

Anm. Die weitere Auseinandersetzung der Vortheile, die Deutschland bei der Modisication des europäischen Gleichgewichts in Aussicht stehn, folgt in den nächsten Heften.

Elmespondenzen.

Aus Konstantinopel, II. December. Die Nachrichten aus Frank­reich und England, wie alles, was hier vorgeht, stimmen darin überein, daß wir uns zur Zeit zwar in einer der großen. Kricgspausen befinden, wie sie jeder Fcld- zug aufzuweisen pflegt, auch den von 1805, in welchem am meisten die Zeit ausgenützt wurde, nicht ansgeüommen daß aber diese Pause sich mit Vorberei­tungen zu einem großen Entscheidungsschlage ausfüllt, der die Dinge auf der Krim zu Ende führen soll.

Als der Plan zur Unternehmnng gegen die Krim auftauchte, wurde gleich anfangs in französischen Militarzirkcln, auch hier in Konstantinopcl, von zwei aus- einandcrlaufenden Projecten geredet, von denen das eine in dem Marschall St. Arnaud, das andere in dem Kriegsminister, Marschall Vaillant/ seinen Vertreter haben sollte. St. Arnaud, hieß es, betrachtet das ganze Unternehmen nur als einen Handstreich. Man wird im Norden von Sebastopol sich ausschiffen, um die Bai hernmmarschiren und sofort von Süden her auf gewaltsamen Wege (im Unter­schiede vom langsamen, förmlichen Angriff mit Sappen) sich der Stadt und Arsenale bemächtigen/ die Flotte wegführen oder verbrennen, die Docks sprengen und die Forts schleifen. Alles wird in zwei oder drei Wochen abgethan sein und die Armee wird sich einschiffen, um sofort einen andern Schlag gegen einen exponirten feind­lichen Küstenpunkt, gegen Odessa oder Akerman zu führen.

Die hiesigen Freunde des Marschalls St. Arnaud, und er hat unter seinen Landsleuten nach seinem Tode viele gewonnen, setzen hinzu, daß dies Verfahren- das offenbar beste gewesen sei und daß die» Schuld auf Ccmroverts und Raglans Haupt fa'lle, wenn es vereitelt worden.

General Canrobert, so heißt es hier allgemein, ist ein vortrefflicher Divisions-

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