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Oestreich und Preußen.
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sind, nur mit Hilfe Deutschlands zu einer glücklichen Entscheidung gebracht werden kann, auch zu Opfern bereit sein, und die gegenwärtige Stimmung des dänischen Volks wird ihnen diese Opfer nicht gar zu schwer machen.

Möchten also die Staatsmänner Oestreichs und Preußens sich dahin ent­scheiden, die Revision des Londoner Protokolls zum Preis ihres Beitritts im Kampf gegen Rußland zu machen und durch ihre Einigkeit das wieder zu ge­winnen, was ihre Zwietracht für Deutschland verloren hat.

Aber noch eins sind sie Deutschland schuldig. Noch nmmer bestehen in Kurhessen die Ausnahmezustände fort. Auf Grund eines Bundesbeschlusses ist der bestehende Rechtszustand unterbrochen worden; durch einen Bundesbe­schluß darf an denselben wieder angeknüpft werden. Noch unendlich viele Dinge sind es, welche die Einigkeit der beiden Großmächte für Deutschland gewinnen kann; wir erinnern nur an die kirchliche Frage. Beide Staaten werden sich bald überzeugen, daß eine großherzige und aufrichtige Politik auch stets erfolgreicher ist, als das kleinliche Spiel wechselnder Intriguen.

Sollte diese Einigkeit nicht zu Stande kommen, sollten wir das schreckliche Schauspiel eines deutschen Bruderkrieges noch einmal, und zwar in größerer Ausdehnung erleben, so würde Deutschland und mit ihm seine Großmächte zu Boden getreten werden, wie nach dem dreißigjährigen Kriege, und dies Mal würde das Wiederauferstehen schwerer sein, da wir es mit viel gefährlichern Gegnern zu thun haben.

Literatur gesehichte.

Jahrbuch für deutsche Litcraturgcschichte. Herausgegeben von August Henneberger. Erster Jahrgang. Meiningen, Brückucr und Renner.

Thüriugen, das sich früher durch seine Betheiligung an der wirklichen Literatur vor den übrigen deutschen Landschafteil so vortheilhast ausgezeichnet hat, scheint jetzt zu wetteifern, auch die Geschichte der Literatur so sehr als möglich zu fördern. Es sind erst einige Wochen her, daß wir das Erscheinen des Weimarischen Jahrbuches für Literatur anzeigten; das vorliegende Werk tritt ihm würdig an die Seite. Der Herausgeber geht von dem Grundsatz aus, daß sür die allgemeine Geschichte der deutschen Literatur jetzt vorläufig genug geschehen ist, daß die Gesichtspunkte von allen Seiten genügend erörtert sind, und daß sür ein Gesammtbild der litcrarischen Entwicklung vorläufig nicht viel mehr geschehen kann. Es sei daher jetzt an der Zeit, durch monographische Arbeiten allmälig soviel neues Material zu sammeln, bis dann eine neue Ueberarbeitung