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Niederländische Zustände.
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kaum etwas Gutes, aber vieles Böse erwartet, und im niederländischen Sinn auch erwarten kann, läßt die Verminderung einer Macht fürchten, welche als Hort der socialen Ordnung so oft angepriesen ist, und wie man in Gering­schätzung der deutschen c-onservativen Kräfte wähnt, 1848 sich in Deutschland als solche so bewährt hat, daß man eine Dosis russischen Despotismus und russischer Uebermacht für die Erhaltung des Bestehenden und Niederhalten der dunklen Kräfte Deutschlands.für nöthig hält, und also erträglich findet.

Das niederländische Volk geht seinem Ende als selbstständige Nation ent­gegen und muß sich an ein Volk anschließen, dessen Entwicklung es fürchtet, dessen Zustände es nicht begreift, und dessen Geschichte ihm keine starken Bürg­schaften für einen verständigen Fortschritt bietet. Dieser gepreßte Zustand spiegelt sich ab in der schwankenden Haltung des Volks und der ganzen Tagespresse gegenüber allen kritischen Ereignissen und in dem Widersinn gegen alle sociale und politischen Principienkämpfe, äußerlich am besten zu erkennen an der Un­sicherheit der niederländischen Presse im Jahre 1848 und 1854 und in der Principienlostgkeit der nationalökonomischen und theologischen Literatur, in welcher alle Extreme mit der ewigen Formel abgefertigt werden, daß ihre Reali- sirung eine Unmöglichkeit sei.

' Eine Hauptwirknng dieses geistigen Zustandes des niederländischen Volks auf seine gegenwärtige Literatur findet sich in dem fortwährenden Anpreisen der praktischen Seite der Wissenschaften und Begeifern aller Theorie und Spe­kulation und darin, daß nirgend die nationalökonomischen Wissenschaften so rasch und so sehr ein Uebcrgewicht über die andern erhalten haben, als in den Niederlanden, wo freilich weder die schöne Literatur, noch die Philosophie, nur die Theologie ein bedeutendes Gegengewicht in die Wage legen konnte.

Wir schließen daher mit der Ueberzeugung, daß man durch Concurrenz vieler Umstände' nirgend mehr Gefahr läuft, alles Wissen als eine tüchtige Kuh, die uns mit Butter versorgt, zu betrachten, als in diesem Lande, welches politisch, handelspolitisch und geistig in einer schwankenden Lage ist, aus welcher es nur durch einen festen Anschluß an die deutsche Entwicklung sich mit Er­haltung seiner Vorzüge retten wird,

Das Indische Theater.

Sakuntala. Nach dem Indischen des Kalidasa von Eduard Lovedanz.

Leipzig, VrockhanS.

Es ist jetzt 60 Jahre her, daß Georg Forster dieses berühmteste der indischen Dramen durch eine prosaische Ucbersetzung dem deutschen