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Ueber die bevorstehenden Ereignisse auf dem Donaukriegstheater.
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sodann hier Stellung nehmen. Die Frontlinie wird dadurch nicht nur um den vollen Betrag der Donanbiegnngen, d. h. um das Vierfache, soudern auch um die Ausdehnung der Kara-Su-Seeu abgekürzt.

Wenn ich irgend Zweifel auch gegen den Erfolg dieses Planes hegen kann, so beruhen dieselben daranf, daß man russischerscits nicht mehr Zeit haben wird, die Brückenköpfe auf dem diesseitigen Ufer der Uebergangsstellen und die sonstigen Jugeuieurarbeiten längs der fraglichen Linie von Bvghaskoj (Czernawoda) nach Kustendsche auszuführen.

Nnck- und Vorschau der deutschen Politik bei Ans­pruch des orientalischen Krieges.

Keine Thatsache scheint mir sür die Zukuuft Deutschlands bedeutungsvoller zu sein, als die, daß die beiden großen Staaten, in denen seine innere Kraft und sciu Eiufluß nach anßcn sich im überwiegenden Maße repräsentirt siudeu, Preußeu nämlich und Oestreich, an den ostwärtigen Grenzmarken ihr Entstehen fanden, und, bei fortschreitender Entwicklung, nicht weniger über letztere hinans als westwärts in die bereits bestehende kleine deutsche Staatenwelt ein- griffeu. Die deutsche Machtsphäre ist dadurch im Laufe der Zeiten um weite Gebiete vergrößert, der deutscheu Nationalität ein ausgedehnterer Boden gewonnen, endlich der deutschen politischen Zukunft, namentlich ostwärts, ein Feld eröffnet worden, dessen Ausbeute würdig ist, die Thätigkeit eines großen Volkes in An­spruch zu nehmen.

Indeß ist nicht zu leuguen, daß von beiden deutschen Großmächten, von Prcnßen uicht minder wie von Oestreich, noch größere Resultate nach dieser Richtung hin hätten erzielt werden können. Man darf nicht vergessen, daß Preußen zu Ausgang des letzten Jahrhunderts im Herzen Polens eine Stellung eingenommen hatte, die sich gegenwärtig in Rußlands Händen befindet, und daß Oestreich seinerseits, keinen Erwerb auszuweisen hat, der das allgemeine deutsche Interesse für jenen preußischen Verlust zu entschädigen vermöchte.

Es bedarf nnr eines flüchtigen Einblicks in die Geschichte Mitteleuropas während der jüngsten huudertuudfunfzig Jahre, um sich davon zu überzeugen, daß Deutschland in dieser Zeit nach Osten hin thatsächlich nicht so viel an Gebiet gewonnen.hat, als es an Aussichten für seine spätere Znkunft in ebenderselben Zeit verlor. Daß dies geschehen konnte, lag in einem verhängnisvollen Irrthum begründet, dem Preußens wie Oestreichs Politik in Bezug ans die ncne Stel­lung beider Staaten zu'der im Osten sich formirenden Großmacht, mit einem Worte, in Hinsicht aus Rußland, verfiel.