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Pariser Brief.
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gen an, die Folgen der Krise zn spüren, aber die Regierung ist wenig dadurch berührt, da sie in der Meinung des Pnblicmus gegen die französische Gewohn­heit ganz außer Spiel bleibt. Dieser Umstand bestätigt auch, was ich schon mehr­mals behauptet, daß Frankreich ohne Enthusiasmus für den Krieg den Kampf gegen Nußland doch für nothwendig halte. Harte Zeiten wird dieses arme Land jedenfalls zu bestehen haben, denn wo alle Aussichten und Interessen ans Unter­nehmungen gestellt sind, die nur unter Voraussetzung eines dauernden Friedens gedeihen können, muß eine so nachhaltige Erschütterung, ein so schlecht vorberei­teter Sprung große Noth nnd arge Zerrüttung herbeiführen.

Eine Stimme aus alter Zeit.

I'l'0 I'oMll) Kei'Mllnico, von E. M. Arndt. Berlin, Reimer.

Wer denkt nicht in diesen trüben und schweren Tagen mit Rührung und Begeisterung an jene Zeit zurück, in welcher das stillverborgene Leben des dentschen Volks sich entfaltete, an jene Zeit, in welcher Arndt einer der würdigsten »nd be­deutendsten Stimmführer war; die Zeiten haben sich verändert, aber nicht znm Bessern.Gewahre ich nicht, fragt Arndt in der Einleitung, indem ich die Ge­sichter der Jünglinge und Männer um mich her betrachte, ihre Töne vernehme und ihre Reden höre, daß ein gar anderes Menschenalter da ist, ein ganz anders lebendes, empfindendes, denkendes Menschengeschlecht, als die da vor fünfzig, sechzig Jahren auf Erden weiteten? gewahre ich nicht, daß jene Tage, in welchen ich frisch und mnthig cinherpilgerte, längst verlebt und überlebt aus dem Ge­dächtniß der Menschen verschollen sind? 'Kann es anders sei» bei dem Geschwind­schritte der Zeit, die jetzt ganz andere Stiefeln an hat als jene fabelhaft ge­glaubten Siebeumeileustrefel», welche 'jetzt zu Pantoffeln für Greise verschlissen sind? Dürfte ich wünschen,, daß es anders wäre? Wahrlich nein, ich nicht. Und doch, und doch immer wieder flattern meine allen Geister um mich her, ja fliegen, als weuu sie Schnellfliegler wären, klatschend nnd knallend vor mir auf wie ciue Kette ausgejagter Nepphühner. Sie dränge», und eine Stimme in mir, eine zugleich warnende »nd drohende Stimme des Gewissens, treibt nnd mahnt: A»f! und thn deinen letzten Dienst, ehe du deine irdischen Angen auf immer schließest. So muß ich denn, und will ich denn, und gehe ans Werk, uud spreche mir selbst Lust und Mnth ein, die nicht ganz in mir sind, daß es mir doch vielleicht gelingen könnte, ans dieser Zeit nnd ans ihren Erscheinungen heraus, weuu gleich iu meine» Gefühlen, Gedanken nnd Ansichten fast gleich ci»em Fremdling ans fernste» Lattde», oder einem gespenstischen Wiedernmlänfer