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Meyerbeers neue Oper : Pariser Brief.
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ist gefällig und graziös, sowie es in diesem Potpourri überhaupt nicht an ein­zelnen Schönheiten fehlt. Wie wenig Beruf aber Mcyerbeer zur komischen Oper hat, das wird im dritten Acte klar, wo der Dichter den Sergeant Gritzenko- Tscheremetieff in wirklich komische Situationen versetzt. Das ist so ungenügend, - so plump behandelt, wie wir es selbst von Meyerbeer nicht erwartet hätten. Da ist anch keine Spur von wahrhaftigem Hnmor.

In dem großen Finale im zweiten Acte, das als Glanzpunkt der Oper, als Meyerbeersches Nonplusultra betrachtet werden kann, ist die Verschlingung der drei Märsche in der That mit erstaunlicher Virtuosität ausgeführt. Wir begreifen wie das Musiker von Fach, die jeder überwundenen Schwierigkeit, jeder merk­würdigen Combination, jedem technischen Kunststück nachfolgen können, in Ver­wunderung setzen nnd vielleicht auch zur Bewunderung hinreißen kauu. Auf den gewöhnlichen Znhörer ist die Wirkung auch großartig, aber man fühlt sich eher erdrückt, als erhoben, und mit dem letzten Klänge ist die Wirkung anch vorbei, wie wenn beim Bouquet des Feuerwerks die letzte Rakete erlischt. Wir wollen anch nicht in Abrede stellen, daß der französische Mnfikcr, der von den Forderungen eines ächten Knnstwerks absehn kann, mit großem Respect vor Meyerbeers Meister­schaft aus dieser Oper gehtund wir geben gern zn, daß wir von diesem Standpunkt aus dem Maestro nicht gerecht genug sind wir beabsichtigen, unsern Eindruck zn schildern und wir sind entfernt, eine Fachkritik schreiben zu wollen. So gcstehn wir auch iu dem Flötenallegro in l) cwr nichts als ein Knnst- stückchen sehen zn können, das eine Jenny Liud verzeihlich macheu mag nud das immer eine amüsante Spielerei bleibt. Zum Schluß soll noch bemerkt sein/ daß sich Meyerbeer als Regisseur und Theaterdirector gewiß ebenso viel Verdienst bei Aufführung der neneu Oper erworben hat, denn als Musiker. Man kann sich nichts vollkommener Aneinauderklappendes denken, als die schwierige Dar­stellung dieser Oper. Mcyerbeer hat die vorhandenen Kräfte wie eine Zitrone bis auf deu letzten Tropfen ausgedrückt nnd das ist sein Verdienst allein, da er jedes Detail selbst überwacht. Er hat zwanzig bis dreißig Gencralrepctitivnen ver­anstaltet, während sonst drei das höchste ist, was dem Cvmpvsiteur gestattet wird.

Politische Broschüren.

Der russisch-türkische Krieg in Europa nnd Asien bis auf den gegenwär­tigen Standpunkt, mit einer Uebersicht- nnd zwei Detailkartc» des Kriegs­schauplatzes in Europa und Asien, i. Aufl. Wien, Sommer. Leipzig, Hübuer.

Die religiöse Seite der orientalischen Frage, vom Grasen Ficquelmont, Wien, M-mz.

Deutsche Antwort aus die orientalische Frage, Heidelberg, Akademische Anstult. Die erste der genannten Broschüren beschäftigt sich fast ausschließlich mit den