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in poetischer Ausschmückung geliefert; nicht blos die Mitarbeiter jener Zeitschrift, den Redacteur cm der Spitze, werden nach ihrer Physiognomie und Haltung beschrieben und gefeiert, sondern auch die schwarzlockigen und gazellen- äugigen Damen ans den Familien. Es herrscht eine schone Begeisterung in dieser Darstellung, und diese weht uns auch wohlthuend aus der angeführten Beschreibung des Karlsruher Musikfestes entgegen; ja, Begeisterung ist eigentlich noch ein sehr schwacher Ausdruck, wir würden es lieber ersterbende Devotion nennen, nicht blos vor den künstlerischen Notabilitäten, sondern auch vor den weltlichen Großen, die der aufstrebenden Schule ihre gnädige Protection verleihen. Die Redeweise in diesen Huldigungen ist wahrhast asiatisch und bildet einen schonen Contrast gegen den heitern, spielenden Humor und gegen die sittliche Entrüstung, mit welcher die Widerstrebenden abgefertigt werden. In beiden hat die neue Zeitschrift für Musik nur einen Rivalen in der gesammten deutschen Literatur, nämlich den Zuschauer der Kreuzzeitung. Aber ein mehr dichterisches Vorbild konnten wir ihr in dem allerliebsten Stück von Scribe „l.u, eamaracloris" anweisen; dort findet sie alle die Phrasen, mit denen sie operirt, schon vollkommen zubereitet vor, nur mit dem Unterschied, daß ein satyrischer Dichter auch durch die unerhörtesten Anstrengungen etwas recht Abgeschmacktes zu erfinden, sich nie bis zu der Hohe erhebe» wird, in welcher die Wirklichkeit ihn überholt.
Schwarzer und grüner Thee.
Dreijährige Wanderungen in den Nordprovinzen vo» China, von Robert Fortune, nach dem Englischen. Göttingen, Vandcnhoeck und Ruprecht. 18S3. >
Das Buch und sein Verfasser sind in England rühmlich bekannt; die Reise wnrde im Jahre 18i3 begonnen, Robert Fortune reiste als Pflanzenscimmler der Londoner Gartenbangesellschaft.
Die Pflanzensammler bilden jetzt eine besondere Classe von Reisenden, zahlreicher als viele unsrer Leser annehmen. Fast in allen wenig bekannten Ländern der Erde sind sie zu finden. Hinter den Fclsgebirgen Nordamerikas, in den Sümpfen des Amazonenstrvms, unter dem Haidekraut des Kaplandes, in den Salzlacken Australiens, in Sibirien, China, Ostindien, überall wo Blumen blühen und Früchte reisen, sammeln sie Samen, graben sie Wurzeln aus, reißen sie Orchideen von den Bäumen, stecken sie botanische Neuigkeiten in ihre Taschenbücher. Dergleichen Reisen werden von jungen Gärtnern zuweilen auf eigene Kosten unternommen, in der Regel stehen sie in Geschäftsverbindung mit großen Handelsgärtnern oder reisen im Auftrage von Gesellschaften. Ihnen verdanken wir die ungeheure Anzahl von neuen Blumen, welche seit den letzten Jahrzehnten der