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Literatur.
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Sonne stände still, sonder» die Erde. Aber sehen Sie, hochgeehrter Herr Pro­fessor, so stark war in diesem Mann die naturwissenschaftliche Ueberzeugung, daß er seiner Empfindung Lnst machen mußte und in die Worte anSbrach:Und sie bewegt sich doch!" So wird ein ehrlicher Maun, der sich gern ans die Na­turwissenschaft 'beschränken und der Theologie ganz fremd bleiben möchte, nothgc- druugen znm Antitheolvgen. Wenn Sie die Theologie werden bewegen können, sich nnr mit solchen Dinge» zn beschäftigen, die nicht in den Kreis der Wissen­schaften fallen, dann können Sie versichert sein, daß es sehr bald keine Gegner der Theologie mehr auf Erden geben wird. Freilich wird dann der Umfang der theologischen Lehrbücher etwas kleiner werden. Wie die Sache jetzt steht, ist ein Conflict für und wider nicht zu vermeiden, und wenn Kaut bei jedem seiner philosophischen Resultate hinzusetzt:in theologischer Beziehung könne das ganz anders sein," so werden Sie wol selber wissen, wie er das gemeint hat.

Neueste musikalische Literatur.

Es liegen uns gleichzeitig zwei Broschüren vor, die zwei .entgegengesetzten Richtungen angehören, nämlich das 6. Heft derFliegenden Blätter für Mnsik" von demWohlbekannten" (Leipzig, Banmgärtner) und dasKarls- ruher.Musikfest" von Hvplit (Leipzig, Hinze). Das Princip, von welchem der Wohlbekannte ausgeht, beruht darin, überall nachzufragen, was dem Publicum gefällt, die Gründe dieses Gefallens zu entwickeln nnd ans denselben Regeln für die Knnst zn abstrahircn. Daß in diesem Princip etwas Richtiges liegt, und daß es namentlich in Deutschland, wo die Komponisten sehr geneigt sind, sich in Stilnbnngen zn bewegen, die für sie allein ein Interesse haben könne», ganz am Ort ist, a»f diese materielle Seite der Kunst hinzuweisen, wird niemand be­zweifeln. Selbst dagcgeu wollen wir nichts einwenden, daß er seine Regeln zum Theil von Componisteu abstrahirt, die bei unsern ernsten Musikern in keinem besondern Ansehen stehe», z. B. vv» Flotvw, Bcllini, Lortzing n. s. w.: denn wenn an sich nnr die Regel richtig ist, so kommt es nicht darauf an, ob der Künstler, von dem sie hergenommen ist, i» alle» übrige» Beziehuiige» Beifall verdient. Aber der Wohlbekannte vergißt, den Begriff des Pnblicnms, über dessen Urtheil er Beobachtungen anstellt, genauer zu definireu. Das Publicum, welches er im Sinne hat, liebt leichte, einfache Melodien, eiueu sehr deutlich aüsgesproche- nen rhythmischen Gang, eine einfache Harmoniebewegung und eine gewisse Mun­terkeit iu der ganzen Art und Weise zu componiren. Ein solches Publicum gibt es iu der That, uur ist es uicht so ausgedehnt, als der Wohlbekannte glanbt; er könnte sich darüber am einfachsten belehre», wenn er irgend ci»ö von den