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reiche Ausbeute zurück, aber eine immer mehr sich cmsbreiteude Krankheit hemmte seine Wirksamkeit, bis sie ihn endlich im Jahre l8S-I wegraffte. — Der gegenwärtig gesammelte Nachtrag enthält Briefe aus der Reise nach Italien, Gedichte, verschiedene knnstgeschichtliche Abhandlungen und zwei Bände Geschichte der griechischen Plastik, ans den Kollegienheften Feuerbachs von Hermann Hetter zusammengestellt. Dieses letztere Werk ist sehr interessant. Es ist nicht nur für Stndirende ein nützlicher, von vollendeter Bildung getragener Leitfaden, sondern es gibt anch dnrch seine einzelnen Forschungen, durch eine gute Gruppirung des Stoffes, durch geistvolle Begriffsbestimmungen uud durch erweiterte Kritik Anregung, die weit über dieses bescheidene Ziel hinausgehen, und die uns bedauern lassen, daß es ihm nicht vergönnt war, diese Skizzen zu eiuem selbstständigen Abschluß uud zur Vollendung zu bringen. Doch hat der Herausgeber mit großer Einsicht und Pietät das Seinige gethan, uns diesen Mangel weniger fühlbar zu machen, und es ist ihm ge- lnngen, ein für alle Freunde der Kunst interessantes Werk daraus zn gestalten.
Wir fügen zu dieser Anzeige noch eine zweite, die sich auf einen ähnlichen Stoff bezieht, nämlich die dritte nnd vierte Liefernng der kleinen Schriften und Studie» zur Kunstgeschichte, von Franz Kngler (Stnttgart, Ebner und Sen- bert.) Wenn auch diese einzelnen Recensionen des berühmten Verfassers nur durch den gleichartigen Gegenstand, nicht durch die ebenmäßige Verarbeitung miteinander zusammenhängen, so ist doch das Unternehmen der Sammlung dnrch die Bedeutung des Einzelnen vollkommen gerechtfertigt, wenn es auch erst durch den zu erwartenden Index seine vollständige praktische Brauchbarkeit erhalten wird, ba der Sache nach seine Bestimmuug vorzugsweise aufs Nachschlage» berechnet ist.
Wochenbericht.
Pariser Brief. — Wie fühlte ich inich glücklich, Paris auf einige Wochen den Rücken kehren zu dürfen, der Polizei und dem täglichen Zapfenstreiche, den Börseschlachten zu entfliehen und noch obendrein die Hoffnung, die orientalische Frage, diese egyptische Plage, in der Diplomatie selig entschlafen zu finden — das ist kein geringer Gewinn. Wie habe ich mich getäuscht; nicht nur die Polizei und der Zapfenstreich, auch die orientalische Frage tritt mir gesunder den» je entgegen, und wo man sie steht, wo man sie hört, hüben und drüben. Der Orient ist noch immer der Mittelpunkt aller Interessen, selbst Verons bürgerliche Memoiren und Dumas göttliche Aufschneiderei sind unvermögend, unsere Aufmerksamkeit ernstlich in Anspruch zu nehmen.
Eine Antwort hat diese indirecte Frage zwar noch nicht gefunden, allein die Diplomatie hat während meiner Abwesenheit eine derbe Leetion erhalten. Die Kriegserklärung der Pforte ist eins jener Ereignisse, welche beweisen, wie in dem Schachspiele, bei den Regierungen die Philidors find und Nationen die Schachfiguren, auch noch an-