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grenzt, zudem das gesammte Pnblicum verpflichtet ist, eine Stunde vor Anfang des Concerts Sitzung zu halten. Diesem Ucbelstande kann nur durch eine Radicalcur abgeholfen werden, durch eine starke Erhöhung des Preises uud durch eine Nnmerirnng sämmtlicher Plätze. Wenn jedes Concertbillet, einerlei, ob es ein persönliches oder unpersönliches, ein Familien- oder Hagestolzenbillet ist, zwölf Thaler kostet, so wird der Zudraug sich in den ersten Jahren ohne den geringsten Schaden für die Kasse ein wenig vermindern, in den nächsten drei Jahren wird er eben so groß sein; man kann dann zn einer neuen Erhöhung schreiten nnd den Ueberschuß dazu benutzen, nicht etwa nene Virtuosen herbeizuziehen, sondern die Mitglieder des Orchesters besser zu besolde». Zn dieser Preiserhöhung ist aber die Concertdirectiou vollkommen berechtigt, weil dem weniger bemittelten Publicum andere Concerte offen stehen, welche im Wesentlichen dieselbe Tendenz verfolgen »nd unter denen sich seit den letzten Jahren die Euterpe durch eine feste conseqnente Leitung, und, wenn man die Schwäche der Geldmittel in Anschlag bringt, dnrch ganz vorzügliche Leistungen hervorgethan hat. Und hier steht die Sache nicht etwa so, daß das eine Institut dem andern Coucurreuz macht, im Gegentheil dient jedes derselben, sobald es nur von einem ernsten, strengen und redlichen Streben geleitet wird, dazn, den Geschmack an guter Musik im Publicum zu verbreiten, und eben dadurch das Interesse für den Ort, wo es dieselbe in der höchsten Vollendung antrifft, zn erhöhen.
Aus Konftantinopel.
Den 29. September -I83Z.
Ganz damit beschäftigt, Sie möglichst genau über die hiesige» politischen Vorgänge, die gegenwärtig den Brennpunkt des europäischen Interesses ausmache», zu unterrichten, habe ich versäumt, eines damit i» keiner Verbindnng stehenden Ereignisses zn gedenken, das aber nichtsdestoweniger ans diese Capitale und die gesellschaftlichen Verhältnisse in ihr einen tiefgreifenden Einfluß ausübt: ich meine die plötzliche Ankunft des Herbstes, mit seinen Stürmen aus Nord, Ost nnd Süd, mit deu abwechselud kalten nnd warmen Negenschaner» uud dem düstern Wolkeuheere, das heute zumal, bis auf wenige blaue Stelleu, die uoch frei geblieben sind, den sonst so hell strahlenden Himmel besetzt hält. Der Horizont zieht sich enger nm die sonst so weil schauenden AuSsichtSpuukte her, kaum die Prinzeninseln, geschweige denn der bilhynische Olymp mit der weitgestreckten Kette des Keschisch-Dagh, deren höchster Gipfel er ist, erblickt man über die »uumehr gran gewordene und von Nebelschichten überzogene Flut der Propoutis hinweg. Au solchen Tagen treten alle Mängel Konstantinopels doppelt grell hervor, weil