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dem Absurde», Verworrenen, Ungenießbaren jetzt das Gewöhnliche und Triviale unmittelbar beigemischt ist, welches gar in eine so banale Phrasenmacherei ausartet, daß mau sich darüber bei Berlioz wundern muß. Ein so gänzliches Fehlschlagen bei großen Anstrengungen und Ansprüchen ist stets niederschlagend; wir Deutsche aber haben diesem Werke gegenüber eine eigenthümliche Stellung. Mau hat gesehen, wie der tief empfundene Organismus des Götheschen Gedichts mit gleichartigen Händen zerrissen und die zerpflückten Glieder zu den alleränßerlich- sten Effecten sinn- uud bedeutungslos verbraucht wordeu sind. Bei einem solchen Mangel an Verständniß kann natürlich von künstlerischer Auffassung uud Darstellung der Situationen und Charaktere sowenig, als der einzelnen Momente die Nede sein. Wir Deutsche habe» nicht uur das Recht, soudcru die Pflicht, gegen eine solche schmachvolle Verstümmelung uud fratzenhafte Entstellung ciucö Werkes, das der Nation theuer uud werth ist, zu protestireu. Ist ciu solches Appretireu desselben deu Franzosen gemäß, können sie cs in dieser Gestalt genieße», so mißgömieu wir es ihnen nicht: für uns Deutsche ist und bleibt cs ein Wechselbalg, den uns keine Wichtelmäimchc» ins Haus tragen sollen.
Der Socialismus in Südamerika.
Der Socialismus hat auch iu Südamerika reißende Fortschritte gemacht, Chili und Nengranada sind die Hauptschanplätze desselben. In Chili ist freilich der Socialismus nur eine Opposition, eine Faction geblieben, der es zwar gelungen ist, die Negierung in einen Bürgerkrieg zu verwickeln, nicht aber sie zu besiegen. In Ncugranada dagegen ist er gegenwärtig eine Herrschaft, eine Regierung, die ans der Höhe desselben steht. Gleichwol schien Chili einer der glücklichsten Staaten zu seiu. Zwanzig Jahre des Friedens und Wohlstandes hatten zwanzig Jahre der Weisheit und gute» Regierung gekrönt und diesem Lande den Rnf der besten südafrikanischen Republik erworben. Seit 1830 hat Chili nur zwei Präsideuten gehabt, den General Prieto nnd den General Balnes, ein Resultat der Möglichkeit der Wiedererwählung. Der kürzlich erwählte Manuel Montt ist gegenwärtig der dritte Präsident. Diese zwa»zigjährige Periode bildet das Reich der co»servative» Politik i» Chili, einer Politik, welche die hervorragendsten Männer begründet und befolgt haben, die Prieto, Balnes, Portales, letzerer vielleicht der bedeutendste Politiker der neuen Welt seit der Unabhängigkeit, welcher, bevor er im Jahre 1837 durch Mörderhaud starb, der eigentliche Gründer der innern Stabilität gewesen ist; Manuel Montt, der gegenwärtige Chef der Negierung, Vavers und Urmeneta, die noch heute Minister sind. Die jnngen chilenischen Demokraten nennen diese Politik den Pelnconismus und in der