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Thomas Carlyle.
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Pfiffen und Ränken, und mit täuschender Schauspielkunst, Schritt für Schritt dra­matisch entwickelte. .. Eine ebenso von Grund aus verkehrte als in solchen Fällen beinahe allgemeine Ansicht. Man bedenke nur, wie entgegengesetzt die Wirk­lichkeit ist. Wieviel von seinem eignen Leben sieht einer von uns voraus? Eiue kurze Strecke vor uns ist alles dunkel; ein unaufgewickelter Strang von Mög­lichkeiten, Besorgnissen, Anschlägen, ungewiß schwebenden Hoffnungen.... Die dichtgehäuften Verunstaltungen, welche Cromwells Bild für uns verzerren, würden zur Hälfte oder mehr noch verschwinden, sobald wir nur redlich versuch­ten, sie darzustellen; in Reihenfolge, wie sie kamen, nicht im Klnmpen, wie sie vor uus hingeworfen sind."

Man sieht, es sind viele glänzende Partien in dem Buch, und es verdient wol eine aufmerksame Lection. Die Uebersetzung ist, wenn man in Rechnung bringt, daß sie einen, sehr wunderlichen Stil nachzubilden hatte, musterhaft. Carlyle ist 1795 geboren; 1825 gab er das Leben Schillers und eine Uebersetznug des Wilhelm Meister heraus, 1827 eine Auswahl deutscher Romantiker. Sein 8artor K<Z8arlus erschien 1836, die französische Revolution 1837, Vergangenheit und Gegenwart 1843, die Briefe Cromwells 1845, die lütter äa^ MwMkts

1850, das Leben John Sterlings 1851.

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Neue Denkwürdigkeiten über Leimn.

Leuau in Schwaben. Aus dem letzten Jahrzehnt seines Lebens. Von Emma

Niendorf. Leipzig, Herbig. S'MHM-ff ' ^ ,^ , . .

Wir haben vor kurzem den Briefwechsel zwischen Lenan uud K. Mayer angezeigt; das vorliegende Werk gibt uns einen neuen Beitrag znr näheren Kenntniß des Dichters. Einen bedentenden Theil der Sammlung macht der Briefwechsel mit Justinus Keruer aus. Emma Niendvrs (Frau von Suckvw) scheint eine nahe Verwandte dieses Dichters und Naturphilosophen zn sein. In seinem Hause und in dem der übrigen schwäbischen Freunde ist sie seit 1840 sehr viel mit Lenau zusammengekommen, sie hat sich alles, was er gesagt, die Anekdoten, die er erzählt, die Mienen, die er gemacht n. s. w. augenblicklich auf­gezeichnet, und theilt uns alles dies in möglicher Ausführlichkeit mit. So erfahren wir, was Lenau über alle möglichen Gegenstände der Literatur, Kunst, Politik u. s. w. gesagt hat, wobei man freilich in Rechnung ziehen mnß, daß vieles darunter ist, was man in der Gesellschaft eben sagt, ohne erheblich darüber gedacht zn haben. Frau v. Niendorf würde dem Büchlein sehr genützt haben, wenn sie mit ihren poetischen Randglossen, die in der Regel nicht viel sagen, etwas weniger freigebig gewesen wäre.