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Die Regeirung des englischen Ostindiens.
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rungen in dem Justizwesen sind für festländische Leser unerheblich. Der Haupt­beschwerde, der doppellen Regierung durch das Directorencvlleginm und den Präsidenten des Centralamtes, wird nicht abgeholfen, und es bleibt dem Parla­ment kein andres Mittel übrig, als Sir Ch. Wood und seine Nachfolger beim Worte zn nehmen, und sie wirklich für alles, was in Ostindien Unrechtes ge­schieht, zur Verantwortung zn ziehen.

Geschichten, wie man sie in Bosnien erzählt.

2.

Eine Drachme Zunge.

Omer ward täglich von seinem Vater gescholten und ermahnt, daß er sich zn einem Handmerk bequeme und sich der Tamburica^) nnd des Flanirens in deu Gasseu von Sarajevo entschlage.Dn bist jung, mein lieber Sohn, wir, deiue Eltern, sind alt und können nicht mehr arbeiten. Wer soll nns denn ernähren, wenn du es nicht thust?"

Omer aber kümmerte sich um diese Ennahnungen ebensowenig als um ein Gewerbe. Er war in ganz Sarajevo wohlbekannt als Kolovodja^) aller Fla­neure. Von Haus zu Haus, vou Fenster zu Fenster vagiren war sein ganzes Tagewerk. Jedermann sah ein, daß Omer noch nicht reif zum Heiratheu sei; nicht so sehr seiner Jugend als vielmehr seiner leeren Tasche wegen. Jedermann hielt dafür, Omer sei von einem bösen Dämon oder gar vom Teufel besessen, daß er nur herumvagabnndire. Schande »nd Spott trafen nicht ihn allein, sie fielen anch ans die betrübte» Eltern zurück. Kummer und Gram über den ungerathenen Sohn zerschnitten ihren Lebensfaden; sie starben.

Omer war nun der älteste von vier Waisen im leeren, baufälligen Eltern­hanse. Er hatte zwar längst gewünscht, von den Eltern ganz ungehindert, frank und frei seinem thörichten Wandel frvhueu zu können, bald aber fühlte er, wie es ohne Eltern geht, wenn alle Last anf den eigenen Nacken drückt.Wer wird für mich spinnen, wer weben, wer das Hans rein erhalten? Ich mnß meinen leichtfertigen Wandel aufgeben." So philosophirte Omer und sprach:Her mit der bulgarischen Tamburica! Es geht nicht anders, ich muß heirathen!" Er kuöpfte die Tamburica unter den Rock nnd ging zum Fenster der schönen Mejra.

Es war Abend, als Omer unter MejraS Fenster trat. Dnnnen brannte Licht und ans der Stube heraus ließ sich ein leises Flüstern vernehmen. Omer klopfte an das Fenster, das Geflüster verstummte; er begann zur Tamburica zu