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Neue Romane.
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der Geschmack und die Bedürfnisse des Publicnms sich geändert haben. Frau von Stasl (die beiläufig den seltsamen Fehler beging, das höchst poetisch angelegte Weib, in dem sie den Genius Italiens gleichsam verkörpern wollte, später in eine Engländerin zn verwandeln) hat das Wesen Italiens nnr in seinen großen, all­gemeinen Zügen aufgefaßt. Sie bemüht sich, eine Totalempfindnng von dem Geist des Landes in uns zu erregen, anf Detailschilderungen läßt sie sich fast gar nicht ein. Andersen dagegen drängt alle charakteristischen Bilder Italiens in detaillirter Ausführung zusammen, RoM, den Karneval, die Peterskirche, Pompeji den Vesuv, die blaue Grotte u. s. w., ebenso das gesellschaftliche Leben der verschiedenen Stände. ES ist ihm fast keiu einzelner Zug des italienischen Lebens entgangen. Alles einzelne ist in sehr lebhaften, warmen, poetischen Farben dargestellt, aber freilich drängen sich auch die einzelnen Bilder etwas zu sehr hervor, an eine innere Einheit der Geschichte ist fast gar nicht zu denken.

Geschichten ans und nach dem Leben. Von C> Dräxlcr-Manfred. Stuttgart, Macken.

Wir haben ein bescheidenes nnd anspruchsloses Talent vor uns, das zwar keinen glänzenden Eindruck macht, das nnö aber doch eine Zeitlang recht an­genehm unterhält. Die Novellen spielen im 18. nnd 19. Jahrhundert, in Wien, Paris uud auf den Antillen. Sie heißen: die Erbschaft, der Fuchs in seinem Ban, die kleine Königin, und ein Fehltritt.

Ludwig Tiecks gesammelte Novellen. Berlin, Reimer. 13. Lieferung.

Die gegenwärtige Lieferung dieser Sammlung, die sich also immermehr ihrer Vollendung nähert, enthält die beiden Novellen: eine Sommerreise (183i) nnd die Wnndersüchtigen (1831). Die erste gehört zu den schwächsten Leistungen von Tieck, weil sie ganz formlos ist; die zweite dagegen ist mit einer höchst liebens­würdigen Schalkhaftigkeit geschrieben und eine wohlgeluugene Satire auf eine Verwirrung des Zeitalters, die wir, wie es scheint, noch immer nicht vollständig überwunden habe».

Wochenbericht.

Literatur. 1'»lilö!>u sl-Uisli^ue univei^el p!»' lNbon Iludner. I^eip8io. llubn«r. Es ist dies eine Übersetzung der von uns bereits mehrfach erwähnten und nach allen Seiten hin rühmlichst anerkannten statistischen Tabellen von Otto Hübner. Wir wundern uns nur, warum der Versasser seinen ehrlichen deutschen Namen, den Franzosen zu Liebe, gleichfalls ins Französische übersetzt hat.

Ju der Gropiusscheu Buch- uud Kunsthandlung in Berliu erscheint in der nächsten Zeit ein sehr bedeutendes Werk: Altchristliche Baudcukmale Co nstautinovelS