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Nun kommt aber wieder cm Passus, bei dem wir vollständig rathlos bleibein „Von der äußerst heilsamen Kritik, welche bei Gelegenheit der Entwickelung der Zukunftsidee eines gouverncment direct, deren Bedeutung für nus eben in der Läuterung der falschen Vorstellung vom Coustitntivualismns liegt, über die Unfruchtbarkeit des cvnstitutioualistischen Kammerwesens, wenn es dem Volk anstatt weniger alten mehr neue Herreu geben will, geübt wurde, nehmen die Cvn- stitutivnellen, die es am nächsten angeht, die wenigste Notiz." Wie gesagt, wir verstehen von diesem Passus nicht ein einziges Wort, und können daher auch nichts darauf antworten.
Statt dessen wollen wir noch einmal ans das Resultat zurückgehen, welches wir gleich zu Ansaug im Auge hatteu. Wären wir in der Lage, unmittelbar für unsere letzten und höchsten Zwecke, für die Nealisirung unserer politischen Ideen zn wirken, so glauben wir, daß ein Einverständnis^ zwischen den beiden Parteien viel schwerer zu erzielen sein würde. Vorläufig aber handelt es sich darum gar nicht. Für diese Zwecke können wir Constitntionellen für jetzt ebensowenig thun, als die Demokraten für die ihrigen. Um die Uebelstände des jetzigen Staatswesens einzusehen und zu bekämpfen, ist es gleichgiltig, ob man Demokrat oder Konstitutioneller ist. Die Art nnd Weise, wie jetzt der Nichterstand, die Bureaukratie, die Schule und Kirche reformirt wird, macht sich zn unmittelbar fühlbar, als daß es uns erst durch das Medium einer politischen Ueberzeugung deutlich gemacht werden sollte. Und soviel wir nun, Coustitntionelle und Demokraten, im Stande sind, diesem umsichgreifendcn Verderben entgegenzuarbeiten: jedenfalls werden wir es mehr im Stande sein, wenn wir die Streitigkeiten, die augenblicklich keinen Boden haben, auf spätere Zeiten vertagen.
Wir wollen übrigens, abgesehen von den zunächst liegenden Streitpunkte», noch einige Bemerkungen anknüpfen, die dazu dienen sollen, unsere Ansicht von der Stellung der beiden Parteien zueinander und namentlich von dem Verhalten der Journale zu derselben, auseinanderzusetzen. Die Natioualzeitnng möge nicht verdrießlich werden, wenn wir es dabei nicht umgehen können, noch einige kritische Rückblicke auf ihre frühere Thätigkeit zu werfe».
Wir habe» es nie verkannt, daß svwvl ihre Entstehung, die sich unmittelbar an die demokratische Bewcgnng des März knüpft, als anch ihr Verhältniß zu der constituirenden Versammlung, das ihr im November 18^8 wie im April 1849 für ihr weiteres Verhalten sehr bestimmte Bedingungen stellte, bei einem Urtheil über ihre Wirksamkeit' wesentlich in Rechnung gebracht werden mnßte. Die Nationalzcitnug hat das große Verdienst, daß sie sich niemals von dem Taumel jener Bewegung so weit hat hinreißen lassen, die Excesse der Partei zu beschönigen; daß sie sich ferner stets von dem sansculottischen Ton der meisten übrigen demokratischen Blätter, der freilich sehr bald von dem sa»scnlottische» Ton der Reactionsblätter überboten wnrde, freigehalten hat. Ihre Formen waren stets die