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diesen ergiebigen Finanzplan eingehen werde. Außerdem werden die Aemter und Ehrenbezeugungen käuflich gemacht und der Mouitenr von Peking vom -IS. November 1833 theilt eine Verordnung von 23 Punkten mit, deren jeder eine kleine Goldmine zu werden scheint, welche in der Eitelkeit der Bewohner deö Reichs der Mitte ihre Ergiebigkeit zu haben verspricht.
Gegen Ende Februar erfährt man, daß die Nebellen den Uang-tze^kiang hinabgestiegen seien und U-tschang-fu, die Hauptstadt vom Hu-pi genommen haben. Diese Stadt zählt mehr den 400,000 Einwohner, sie ist auf dem rechten Ufer des Uang- tze-kiang gebant an den Mündungen des Han. Ans dem rechten Ufer des Han, gegenüber von U-tschang befindet sich die Stadt Hon-Yong nnd auf dem rechten Ufer die unendlichen Vorstädte. Hien-fung war nicht wenig aufgebracht, als er deu Verlust dieser wichtigen Punkte erfahren. Er erließ ein nenes Decrct, in welchem wieder neue Generale ernannt werden. Der Kaiser erklärt dann, daß er dem langsamen und talentlosen Sin gewiß einen angenehmen Dienst erwiese, wenn er ihn dnrch dessen Hinrichtung ans der Verlegenheit ziehen würde. Er wird also blos seiner Würde als Vicekönig der beiden Knang entsetzt »ud der Pfaufeder mit zwei Augen beraubt, er bleibt aber Commissar der Regierung und interimistischer Gouverneur der beiden Kuaug.
Wie groß die Gefahr sein müsse, in welcher sich die herrschende Dynastie schon im Anfange des Jahres 1833 befunden, beweist die bekannte Aufforderung vom 13. März an die Consuln der europäischen Mächte in Schang-Hai. Die „Barbaren" werden nun um Hilfe angerufen. Doch ist nicht wahrscheinlich, daß die Engländer oder Amerikaner große Lust haben, den Insurgenten entgegenzutreten.
Diese befestige» sich allmälig »nd ihre Armee bekommt täglich eine stärkere Organisation. Es stehen fünf Könige an der Spitze. Der General en Chef, Nuug-sien-tsinsn, der den Titel, Tai-ping-wang, das heißt großer Friedenskönig, führt, ist ein Mann von hoher Gestalt, sonngebräuntem Gesicht und von brennendem sicherem Blicke. Er ist ungefähr 40 Jahre alt »nd blos seine Haupthaare sind grau. Man spricht ihm ungewöhnlichen Muth zn. Seiner Aussprache nach muß er aus dem Lande sein, doch weiß man nichts Genaues hierüber.
Hioug-tstu tstug oder Tung-wang, das heißt König des Ostens, ein Mann von 33 Jahren, ist klein nnd schwächlich. Er ist blatternarbig und trägt einen langen aber dünnen Schnnrrbart. Er spricht mit großer Leichtigkeit, ist seinen Untergebenen zugänglich, anch sein Geburtsort ist unbekauut, man weiß blos, daß er mit der ältern Schwester von Tai-piug-wang verheirathet ist.
Siao-tschn-Knii oder Si-wang, König des Westens, ist der chinesische Ney, Is brave äes braves, man findet ihn immer in den ersten Reihen. Er hat ein« elegante Gestalt und ein lebendiges und geistvolles Gesicht. Er ist sehr gelb