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flüssig, denn die Unbefangenheit, Dreistigkeit und Unmittelbarkeit der Darstellung ist ja vielleicht das Hanptvcrdienst derselben. Er ist auch noch in anderer Beziehung zu loben; die Erläuterungen, die er er im Anhange giebt, sind sehr verständig ausgewählt, und gerade für die gewöhnlichen Leser solcher Memoiren sehr zweckmäßig. —
Pariser Salon.
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In der historischen und der Genremalerei begegnen uns zunächst zwei junge fremde Maler, ein Belgier und ein Deutscher, die beide eine große Zukunft haben. Willems brachte drei Bilder; das größte und vorzüglichste ist ungefähr ein Metre groß, und stellt eine Gemäldeauction in Antwerpen vom Jahre 1660 dar. Das ist ein prachtvolles Stück, Composition und Ausführung gleich gelungen. Es mögen wol ein Halbhundert Figuren auf dieser Leinwand abgebildet sein, mit ebenso vielen lebendigen Physiognomien, die alle einen eigenthümlichen, für diese Scene passenden Charakter tragen. Der Neugierige, der Flaneur, der Speculant, der eigentliche Liebhaber, der Grand Seigneur, die Abgeordneten der kunstsinnigen und kein gut Geschäft scheuenden Classen der Bilderhändler, der Künstler, die Handlanger und Versteigerer, sie sind mit gleicher Wahrheit und Vortrcfflichkeir geschildert. Die Gruppen, die sich hinter dem Tische, auf den die zu verkaufenden Bilder gestellt werden, hervor über den ganzen Saal verbreiten, sind mit viel Tact und dramatischem Verständnisse und zugleich mit kluger Berücksichtigung der Harmonie der Linie vertheilt. , Hinter dem Tische und links vom Beschauer drängen sich die Schanbegierigen, das Suffrage universel solcher Versteigerungen, während im Vordergrunde, den Rücken znm Beschauer gekehrt, zwei Mönche nnd ein vornehmer Herr sitzen. Diesen zur Seite und rechts vom Beschauer sitzt eine hochblonde Dame, halb von uns abgekehrt, im eifrigen Gespräche mit einem jungen Cavalier, vielleicht mit einem Künstler, begriffen. Au ihren Schooß lehnt sich eine allerliebste rothhaarige Flamänderin, die, von den vielen Bildern gelangweilt, dem Schauspiele gleichgültig den Rücken zuwendet und ihren glücklichen nichtssagenden Kindertränmereien nachhängt. Sie steht uns so selig gelangweilt an, daß man sich versucht fühlt, ihr irgend eine Blume zu ihrer Zerstreuung in die Hand zn drücken. Weiter dem Hintergründe zu steht eine kleine Gruppe von Männern, die mit Ernst und Würde über irgend einen Gegenstand der Kunst zu verhaudelu scheinen. Diese Gruppe ist in ein wundervolles Halbdnnkel gehüllt, > während die Mitte und die linke Hinterseite des Gemäldes von reichen Sonnenstrahlen besät ist. Diese meisterhafte Vertheiluug des Lichts, so wie die gesunde,