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seinem ganzen Charakter nach Astate. Mit den schönsten Sentenzen im Mnnde ist er der ärgsten Hinterlist, der schändlichsten Lüste fähig. Achtung vor der Wahrheit geht ihm ganz und gar ab. Im Hanse gewohnt, als unbeschränkter Tyrann zu herrschen, ist er den Behörden und jedem an Macht überlegenen Fremden gegenüber kriechend und feig. Seine Phantasie ist höchst dürftig; sein Geist kann sich nicht zu allgemeinen Anschauungen emporschwingen. Er kennt wissenschaftliche Thatsachen in ziemlicher Anzahl, aber Einsicht in ihren Zusammenhang fehlt ihm gäuzlich. Dagegen zeichnen ihn zwei Eigenschaften vor allen andern Asiaten aus: er ist aus innern: Bedürfniß unermüdlich fleißig, nnd er hat große Anlage zum Selbstregiment in der Gemeinde. Das zeigt sich sehr deutlich bei den ausgewanderten Chinesen, die jetzt in großer Anzahl im indischen Archipel, in Australien und in Kalifornien zn finden sind. Im letztern Lande sind ihre Einrichtungen musterhaft. Sie habeu sich in Landsmannschaften getheilt, Vorsteher gewählt, Gelneindchallcn errichtet. Jeder Ankömmling, der sich verpflichtet, 10 Dollars in die Gemeindekasse zu zahlen, gilt als Mitglied und genießt die Unterstützung der Gemeiudebehörde und der Gemeindegenossen. Streitigkeiten unter sich selbst entscheiden sie; durch Schiedsspruch. Beschwerden gegen Nichtgemeiude- mitglieder werden erst von dem Vorstand untersucht und blos wenn sie begründet sind, vor die ordentlichen Gerichte gebracht. So regieren sich die kleinen Gemeinden selbst, ohne viel mit den Behörden in Berührung zn kommen, und befinden sich sehr wohl dabei. Gewiß läßt sich aus solchem Stosse noch Etwas machen.
Pariser Salon.
-i.
Es bleibt immer eine erfreuliche Erscheinung, diese große Bewegung, diese rege Theilnahme, welche in Paris sich äußert, so oft die Jünger der bildenden Künste vor das Gericht der öffentlichen Meinung treten. Die Franzosen haben wirkliches Interesse für Malerei und Sculptur, während die eigentliche nationale Theilnahme für Musik über die sentimentale Romanze uud die komische Oper uicht hinausgeht. Sie mögen wol durch die Verfeinerung uud Vervollkommnung der heimischen Industrie, die iu ihrer Fertigkeit oft an das Kunstwerk streift, zum besseren Verständnisse oder doch zu größerem Interesse geführt worden sein. Allein es darf auch wieder nicht übersehen werden, daß die französische Industrie uicht eine solche Richtung genommen hätte ohne den diesem Volke innewohnenden Geschmack, ohne seinen angebvrnen Sinn für schöne Aeußerlichkeit. Dieser natürliche Geschmack führt sie aber wieder zu jener Pietät für die Künstler, welche die Regierungen zwingt, den Knnstinteressen mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Einzelne begabte