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Belgiens politische Lage im Innern und nach Außen.
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rung des ihr gezeigten Vertrauens sich vollkommen würdig beweisen werde. Die Achtung und die Sympathien, die Belgien in Europa findet, können sich hierdurch nur steigern und befestigen, uud sollte ein Tag kommen, der es auf die Probe stellt, so wird, das hoffen wir, das belgische Volk seine Unabhängigkeit, seine Freiheit und sein edles Fürstenhaus mit dem mannhasten Mnthe zu vertheidigen wissen, mit dem seiue Vorfahren einst in den Tagen der Artevelde sich der franzö­sischen Könige erwehrt haben, und sicher werden mächtige Beistände nicht zögern, ihm zu Hilfe zn eilen.

Aus Constantinopel.

i.

Wie Ihnen wohl bekanntsein wird, hatte man hier nicht geringe Besorg­nisse wegen der Ostertage gehegt, die in der griechischen Kirche auf den ersten uud zweiten Mai des gregorianischen Kalenders fallen. Nicht nnr wurden, von einer alten, von Geschlecht zu Geschlecht Jahrhunderte hindurch fortgepflanzten Sage, die Rückgabe der heiligen Sophienkirche an den christlichen Cultus zur Zeit dieses Festes verkündet, sondern man verband auch damit die Erwartung auf die Vernichtung der Türkenherrschaft in Europa und auf die Austreibung des Stammes der Osmanli aus den diesseitigen Provinzen. Unter solchen Umständen waren von Seiten der hiesigen Regierung mannichfachc Vor­sichtsmaßregeln für den Eintritt des Festes getroffen worden. Durch Herbei- ziehuug verschiedener Trnppenabtheilungen aus der Umgegend hatte man die Garnison der Hauptstadt verstärkt; man hatte Befehl gegeben, die Truppen in den Kasernen während der betreffenden Tage constgnirt zn halten, nnd zahlreiche Patrouillen angeordnet. Außerdem war der griechischen Pricsterschaft verboten worden, die Auferstehungsmesse in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag in den Kirchen zu begehen, nnd ihnen aufgegeben, diese Feier bis zu Anbruch des Tages zu verschieben. ES ist nämlich im gesammten Bereich der griechischen Kirche Gebrauch, daß die Gemeinde vor der Mitternachtsstnnde in der Oster­nacht sich zum Gotteshause begiebt, in Festgewändcrn, Frauen und Jungfrauen im Haar-Schmuck, und Alle mit Wachskerzen in der Hand. Die Räume des Tempels verbleiben dunkel, bis daß der höchste Geistliche mit einer brennenden Wachskerze in der Hand nnd mit den Worten:Christus ist auferstanden," aus der Iko­nostase tritt, worauf er das Licht deu Kerzen der Umstehenden mittheilt, uud >iu wenig Minuten darauf die Kirche in den Strahlen von hundert nnd aberhundert Lichtern er­glänzt. Man steht, diese Ceremonie ist anfdcn Siuu des Volkes berechnet, und eine Haupt­sache bei der ganzen Feier. Darnm verfehlte der Befehl, sie auf den Anbrnch des Tages zn verlegen, nicht, eine schmerzliche Aufregung hervorzurufeu. In Folge derselben begab sich zu Ansgang der vergangenen Woche der griechische Patriarch in Be-