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Die katholische Kirche und der Protestantismus.
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Kirche selbst, oder vom Staate ausgeht. Indem er dies historisch entwickelt, wird er auch in ihrem inneren Zusammenhange die Nechtsgedanken dieser Reaction darzulegen haben, und nur auf diese Art die eigeutliche Natur des Streites und die jeweilige, entweder blos factische, oder auch rechtlich fixirte Stellung der Parteien auf dem bestritteueu Gebiete in's Licht setzen können. Allerdings wird ein solches System des katholischen Kirchenrechtes lange auf sich warten lassen, nicht blos der mancherlei dazu erforderlichen Vorarbeiten wegen, sondern auch, weil keine Partei sich gern wird klar machen wollen, daß sie weniger Boden habe, als sie behauptet; uud weil der Staat und die katholische Kirche, so lange sie einmal eine Ehe zu führen haben, über die Menge und Uulvsbarkeit ihrer Differenzen gleichfalls lieber schweigen. Was übrigens, wenn der Staat nicht die Augen davor schließt denn die Kirche thut das ohnehin niemals, keiner­lei Tadel verdient. Nur jene milde, und von manchen Katholiken, vielleicht im guten Glauben, beförderten Illusionen über die Rechtsgedanken der Curie sind absolut schädlich und müssen für den Staat aushören."

Wochenbericht.

Pariser Briefe. Der Erfolg von Ponsard's Stück im Odvon dauert noch immer fort trotz der Unbeliebtheit dieses Theaters sind nahezu vierzig Vorstellungen bei stets gefülltem Hause gegeben worden. Die moralische Ent­rüstung inDie Ehre und das Geld" erbaut die Pariser sehr, uud mit Recht. Auch mir hat die honnete Luft, welche dieses Zeitgemälde durchweht, wohlgethan, und ich bin, ganz befriedigt und vergnügt gestimmt, den langen Weg vom Odeon heimgegangen. Dieser Krieg der Ehre gegen das Geld ist wohlgemeint und zur Zeit verkündigt. Der Spiegel, den uus Ponsard eutgegenhält, ist nicht überflüssig ge­wesen, und wir gönnen es dem Dichter vom Herzen, wenn ihm sein Lustspiel Geld uud Ehre zugleich briugt. Die Erfindung ist uicht sehr auzieheud. Der Dialog, obgleich zumeist in tadellosen Alexandrinern geschrieben, hat oft Etwas unangenehm Geschraubtes, uicht erfreulich au Moliere Erinnerndes, die han­delnden Figuren habeu, häufiger als gut ist, sententiöse Tiradeu auszusprechen: allein das ganze Stück hat Etwas ungemein wohlthuendes uud mau wird davon augemuthet wie im Sommer von einem schattigen, duftenden Gartenraume neben einer Straße voll Staub und Sonnenhitze. Das ist das ganze Geheimniß die­ses Erfolges; es ist ein gewissenhaftes Wo^rt schönen Zornes, das den Weg zum Herzen sich bricht. Was sind das aber auch für Zustände, was ist das für eine Regierung, die ein so harmloses, sich ganz ausschließlich im Kreise der intimsten Privatinteressen bewegendes Stück von ihren Freunden als staatsgesährlich procla-