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schafft, den nicht die einseitige Farbe der Partei, sondern der wohlthuende Eindruck einer edlen und harmonischen Persönlichkeit zusammenhielt, und dessen Traditionen sich lange erhalten.werden.
Auf die Irrwege seiues Princips, in dem bei aller Einseitigkeit viel Richtiges lag, einzugehn, ist hier nicht der Ort. Theils gehören sie blos noch der Litcratur- geschichte an, und sind dort zu besprechen, theils haben sie sich in neue Formen Versteckt, in denen wir sie aufsuchen müssen. Die subjcctive Willkühr uud Gesetzlosigkeit in der Charakterbildung und die Trennung des Ideals von der Wirklichkeit, die beiden Erbsünden der romantischen Schule, mit einem Wort die Zucht- losigkeit in der Bildung und Empfindung, drängen sich jetzt in einer jüngern literarischen Richtung viel frecher und unberechtigter hervor, als es in jenem Gährungsproceß, aus dem ein ueues Princip hervorgehn sollte, geschehn ist.
Tieck hat fast Nichts geschrieben, dem man nicht sehr ernste, namentlich sittliche Bedenken entgegenstellen könnte — wobei wir für unsere Genies bemerken, daß sich für uns der Begriff der Sittlichkeit im Nicht-Stehlen, Nicht- Ehebrechen n. dgl. noch nicht erschöpft — er hat keines geschrieben, das man seiner formalen Vollendung wegen ein classisches nennen könnte. Aber wenigstens in sehr vielen schier Poesien wird man zu fruchtbarem Nachdenken angeregt, und durch einzelne lebhaft anklingende Stimmungen wohlthuend berührt. Es wird also immer wenigstens ein Theil dieser Schriften sich im Publicum erhalten, das freilich der Natur der Sache nach nur ein kleines sein kann. Die Masse der Literaturfreuude dagegen wird bald nur uoch aus der Literaturgeschichte erfahren, was dieser Dichter eigentlich geschrieben hat. Dennoch wird sein Name stets mit Liebe und Achtung genannt werden, und mit Recht, denn der unmittelbare Einfluß der Persönlichkeit soll ebenso gewürdigt werden, als die wirkliche Leistung, und wir theilen, wenn auch mit einiger Einschränkung, Schiller's Ansicht:
--gemeine Naturen
Zahlen mit dem, was sie thun; edle mit dem, was sie sind.
T tt r k i s ch e Z u st 6 n d e.
Constcmtinopel, den -18. April 48öZ.
Die hiesigen Ereignisse nahmen in den jüngsten Wochen einen so langsamen, fast schleichenden Gang, uud hielten sich dabei dermaßen verdeckt, daß ich Anstand nahm, Ihnen weiter zu berichten. Meine Referate hätten sich lediglich auf Vermuthungen beschränken müssen, was unter allen Umständen precär, hier aber es um so mehr ist, als hnndertfach sich kreuzende Gerüchte nur zu leicht dem politischen Urtheil falsche Voraussetzungen unterschrieben. So geschah es, daß ich