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Die Schlacht von Waterloo und die Franzosen. 2.
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Die Schlacht von Waterloo und die Franzosen.

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Um zn beweisen, wie nahe Wellington cun Räude des Verderbens gestanden, wenn der Verräther Grouchy seine Schuldigkeit gethan hätte, nnd wenn Blücher anständig genug gewesen wäre, sich bei Ligny für vollständig geschlagen zn halten, nnd seinen Rückzug nach Namur zu nehmen, wie es Napoleon voraussetzte, haben die Franzosen auch noch die Fabel erfunden, daß Wellington, außer Stande, seinen Rückzug weiter fortzusetzen, die Stellung bei Mont St. Jean in der letzten Noth eingenommen, und riskirt habe, im Falle einer Niederlage gegen die ungangbaren Desileeu des Waldes von Svigne geworfen zu werden, wo sicherer Untergang seiner Armee geharrt hätte. Es ist recht Schade, daß eine so cffectvolle Gruppirnng der Möglichkeiten nicht der Wahrheit geniijß ist. Die Stellung von Mvut St. Jeau, anstatt ein verzweifelter Nvthbehelf zn sein, war schon lange vorher wegen ihrer Vorzüge als militairische Position ausgesucht. Schon vor Beginn der Feindseligkeiten hatte Wellington das ganze Terraiu zwischen der Grenze, und Brüssel von Ingenieurs bereisen, nnd die zur Annahme einer Schlacht am meisten geeigneten Positionen aufnehmen lassen. Unter Anderen hatten Capitain Pringle und Oberst Wells bereits am 8. Juni an Ort nnd Stelle eine Karte vom Schlachtfelde von Waterlov entworfen, nnd in diese Karte zeichnete der Herzog während des Rückzngs am 17. die von den englischen Truppen ein­zunehmenden Positionen eiu. Ueberhaupt.war es von Haus aus Wellington's Vorhaben, sich bei Waterloo zum zweiten Mal zu setzen, wenn man von Ligny zurückweichen müsse. Was den angeblich uudurchdriuglichen Wald von Soigne betrifft, so muß schon der Umstand, daß ein so vorsichtiger Feldherr, wie Lord Wellington, nach reislicher Erwägung sich vor demselben einer überlegeneil Macht entgegenstellt, gegen die französische Angabe argwöhnisch machen. In der That war, wie sachkundige Zeitgenossen, z. B. Müffling, der als preußischer Commissar in Welliugton's Hauptquartier verweilte, berichten, der Wald von Soigne durch­aus kein Hinderniß eines Nückzngs, sondern im Gegentheil vortrefflich geeignet, ihn zu decken. Er war, wie alle flandrischen Holzungen in jener Gegend, ein hochstämmiger, offener Buchenwald ohne Unterholz, also der Vertheidigung durch leichte Jufautcrie besonders günstig, von drei guten Chausseen, »ud auch anderen für Reiterei tauglichen Nebenwegen durchzogen. Wäre daher auch der Herzog zur Räumung seiner Stellung gezwungen worden, so konnte er ruhig seine Artillerie nnd seine Reiterei ans den drei Chausseen durch dcu Wald gehen lassen, während eine einfache Besetzung desselben dnrch Tirailleurs jede Verfolgung gehemmt hätte; denn es ist gewiß nicht leicht, entschlossene Soldaten aus eiuer offeuen Buchen­waldung zu vertreiben, wo jeder Baum einem Scharfschützen Schutz gewährt;