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Die Philologenversammlung zu Göttingen.
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seines, von ihm selbst erbauten Hauses, gerade iu diesen Tagen nicht mit gesteiger­ter Wehmuth? in jugendlicher Blüthe hatte er in den Tagen der Göttingcr Säcnlarfeier an der Stiftung des Philologenvereins Theil genommen jetzt, wo derselbe zuerst in Gvttingen seinen Sitz ausschlug, sollte er ihn, der nun kaum in die Jahre des hohem Manucsalters eingetreten sein würde, nicht mehr an der Stelle finden, die Jeder ihm neidlos zugestanden hätte! Die Erinnerung an ihn rief Hermann wach im Eingange seiner Rede; belebt wurde sie durch Curtius, durch Preller, der gleichfalls von der weit hinleuchtenden Marmorstelle seines Grabes sprach, und sie zog sich wie doch den rothen Faden muß man sich selbst abschneide».

Aus Berlin.

3^. Oktober

Der erste Act der Wahlen ist vorüber. Er hat. unter die Berliner Bürger einiges Leben gebracht, d. h. etwas mehr, als wir von der politischen Gleich- giltigkeit vermutheten, uud viel weniger, als es selbst bescheidene Anforderungen bei der Wichtigkeit gerade dieses Wahlacts wünschen mußten. Die Betheiligung an den Wahlen war etwas größer, als beiden letzten derartigen Acten, und wird auch wol im Großen und Ganzen die Regsamkeit in den Provinzen übertreffen; doch dürfte sie hinter der Schätzung der Rat.-Zeit., daß fast die Hälfte de^ Berechtigten Theil genommen, noch um ein Bedeutendes zurückbleiben. Die Demokraten haben als Partei nicht mitgewählt, sich aber in einigen Wahl­bezirken stark betheiligt, in denen dann natürlich liberale Kandidaten, Konstitutio­nelle und Demokraten, leicht durchgesetzt wurden. Eine Urwahl hat" für Jeder­mann, der die Zustände seiner Zeit aufmerksam verfolgt, viel Interessantes; da zeigt sich die Maschinerie des Polizeistaats in voller Thätigkeit; alle Räder nnd Rädchen sind im Gange. Fragt man den Einzelnen nach den Gründen der Abstimmung, die im vertraulichen Gespräch meistens mit großer Offenherzigkeit angegeben werden, so tritt die ganze Misere unsrer Zeit zn Tage. Der Polizeistaat hat seine tausend Polypenarme in alle Kreise der Gesellschaft erstreckt, »nd die Zahl derer, denen es völlig gleichgiltig ist, ob sie es durch eiue liberale Abstimmung mit der Polizei verderben, ist so gering, daß man solche Personen mit der Laterne suchen muß. Die Schaar der Beamten, vom Minister bis znm niedrigsten Subalternen, die Lehrer, die zahlreichen Klassen der Gcwerbtreibenden, die einer Concession be­dürfen, alle diejenigen, die bei öffentlichen Unternehmungen, Lieferuugeu u. dgl. betheiligt sind, oder, denen Aussicht auf Theilnahme an solchen vorthcilhasten Ge­schäften eröffnet wird, bis zu dem Particulier, der sich seine nächste Sommerreise