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Roderich Benedix.
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Sprache hinausgehen, und wenn wir auch zugeben wollen, daß iu unsren Gesell­schaften kein besonders feiner Ton, oder eigentlich gar kein Ton herrscht, so ist doch immer noch mehr Bildung darin, als man uach Bcnedix' Lustspieleu schließen sollte. Das hat einen doppelten Nachtheil. Einmal verkümmert es bereits im gegcttwa'rtigeu Augenblick die Wirkung der vortrefflichsten Erfindungen, wie z. B. eben in der Hochzeitreisc, wo. der Einfall ganz charmant ist, wo aber die Plump­heit und Dürftigkeit der Sprache alles Maß überschreitet was freilich für das gewöhnliche Pnblicum wol ganz bequem sein mag; sodann wird es seinem spätern Ruf schadeu, denn sobald in Deutschland ein Lustspieldichter auftritt, der Feinheit uud Elegauz der Form mit erträglicher Erfindung verbindet, ist Benedix absolut vergessen, wie Kotzebue und Jffland vergessen sind. Denn wir mögen uns jetzt in die Verdienste dieser Männer hinein reflectiren, so viel wir wollen, leseu oder scheu kanu man ihre Stücke doch kaum mehr, obgleich der eine an Reichthum der Einfälle, der andere an Solidität der Komposition uusre heutigen Dichter bei weitem übertrifft, aber diese Sprache kaun kein Mensch mehr er­tragen, und es wäre zu bedauern, weun Beuedix diesem Schicksale gleichfalls ver­fiele, was bei ihm schneller eintreten würde, denn das Mißverhältnis) zwischen dem Ton der Gesellschaft und dem Ton des Lustspiels ist heute viel größer, als zu den Zeiten Kotzebue's.

Der Herzog von Wellington.

i.

Selten sind ausnehmende Verdienste von ansdauerudcrem Glücke begleitet worden, als .beim Herzog von Wellington. Kaum in das Mauuesalter einge­treten, vernichtet er die gefährlichsten Feinde der englischen Macht in Ostindien, wendet dann sein nur im Kampfe gegeu Halbbarbaren geübtes Schwert gegen das gefürchtetste Heer Europa's, besiegt in sieben ruhmreichen Feldzügen uach der Reihe die besten MarsclMe des Kaisers, und schlägt endlich, 46 Jahr alt, den ersteu Feldherrn und Kriegssürsteu der neuern Zeit in einer Schlacht, die der Herrschast desselben nach kurzem Wiederaufleben aus immer eiu Ende macht. Nachdem er für Europa so ausgezeichuete Thaten verrichtet, häugt er sein Schwert ruhig über seinem Herde auf, und leistet seinem Vaterlande nun im Frieden uicht minder ruhmwürdige Dienste. Obgleich ein Kind der alten Zeit, deren Einrich­tungen seinem Herzen theuer geworden, säumt er doch nicht, den Forderungen der neuen Zeit nachzugeben, und zwar aufrichtig und mit voller Hand nachzugeben, wenn sein klarer Blick ihm die Nothwendigkeit zeigt, denn er hat nie sich, nie