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Ein Blick auf südslawische Zustände.
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unter den Südslawen zu verschaffen, sammt seinen Propheten moralischen Ban- queront gemacht, haben seine Epigonen die Namen Kroatien und kroatisch auf ihre Fahne aufgesteckt, um dem schrecklichen Panslawismns einen idyllisch-fried­lichen Nebenbuhler in einem neuen Pankroatismus cutgegenzustellen. Wir wissen noch nicht, wie die serbische Presse die neue Erfindung aufnehmen wird; zweifeln aber gar nicht, daß die ungeschickte Herausforderung einen maßlosen Hohn auf die Häupter Derjenigen zurückwerfen wird, von denen sie ausgegangen ist. Es zeigt sich, daß die Serben wohl gehandelt haben, als sie den Brüderlichkeitsver­sicherungen der Kroaten keinen starken Glaube» beimaßeu, und es vorzogen, allein für ihre nationale Sache einznstchen.

Londoner Strafienindnstrie.

i.

Wenn man Sonnabend Nacht einen der vorzugsweise von kleinen Handwerkern und Fabrikarbeitern bewohnten Stadttheile, wie z. B. Somerstown, Tothillstreet, Whitechapel oder Lambeth besucht, glaubt mau mitten in den lebhaftesten Jahr­markt zu kommcu. Die Arbeiter haben ihren Wochenlohn erhalten, und kaufen nun spät Abends oder Sonntags früh ihr Sonntagsmahl und die übrigen Be­dürfnisse für die Woche ein. Am lebhaftesten sind Newult in Lambeth, und die Brill in Somerstown. Hier befinden sich viele Hunderte von Ständen, nnd jeder Stand hat ein oder zwei Lichter; entweder ist er von dem blendend-weißen Scheine der tragbaren Gaslampe erhellt, oder von der rothen, qualmenden Flamme der altmodischen Uuschlittlampe. Einer bietet seinen Kabeljau bei einem in ein Bündel Brennholz gesteckten Lichte aus; sein Nachbar hat einen Leuchter aus einer großen Kohlrübe gemacht, an welcher der schmelzende Talg herunterlauft; während der Junge, welcherBirnen, Birnen! Acht Pence das Stück!" ansrnst, sein Licht mit einem Stück braunem Papier umwickelt hat, das mit der Kerze flackernd ver­brennt. Einige Stände glühen roth von dem Kohlenfeuer unter dem Backofen für geröstete Kastanien; daneben sitzt die Verkäuferin, eine Jrländerin, in einen Männermantel oder in ein grobes carrirtes Tuch gewickelt und den Pfeisenstummel im Munde; bei Anderen wird das Licht durch ein Sieb geschützt. Die Theeläden sind aristokratischer mit mattgeschliffenen Glaskugeln erleuchtet, und bei den Flei­schern flackert die spitze Gasflamme ans den messingenen Rohren hervor. Ueber die ganze Gegend ist eine solche Fluth von Licht verbreitet, daß der Himmel dar­über aus der Ferue gesehen, eine falbrothe Farbe annimmt, abbrenne die Straße.

Fuß- und Fahrweg sind gedrängt voll von Käufern und Verkäufern. Die Hausfrau in das wärmende Tuch eingehüllt, den Marktkorb am Arm, kommt