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Vor zweihundert Jahren und jetzt.
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liegende kleine Beispiel einen zuverlässigen Maßstab gäbe für den Vergleich der Productiven Gegenwart Deutschlands zu seiner Vergangenheit. Vor Allem ist nicht außer Acht zu lassen, daß das cultivirte Deutschland damals kleiner war als jetzt, und daß z. B. der größte Theil des östlichen Deutschlands, alles Land, in welchem slavische Grundlage durch deutsche Cultur überwunden werden mußte, ein Theil von Schlesien, die Mark, Pommern, Preußen vor dem 30jährigen Kriege in landwirtschaftlicher Hinsicht auf einer viel tiefern Stufe stand, als jetzt; doch auch in diesen Provinzen hatte die slavische Nachbarschaft damals eine Blüthe gewerblicher Cultur hervorgerufen, welche jetzt in dem Grade nicht mehr vor­handen ist, und welche bei einem Vergleich der alten Prvdnction mit der modernen auch in die Wagschale fallen würde. Und so sei noch einmal daran erinnert, daß uns Deutsche gerade jetzt eine genaue Kenntniß des gegenwärtigen Zustandes unsrer Volkskraft, so weit sich diese im praktischen Leben bethätigen kann, Noth thut, daß diese Keuntniß wesentlich gefördert wird durch einen Vergleich der Gegenwart mit unsrer Vergangenheit, daß ein solcher Vergleich von einem gebildeten Histo­riker angestellt, ein sehr wünschenswerthes Unternehmen wäre. Er würde auf unbefangene Gemüther den Einfluß haben, sowol bescheiden als muthig zu machen.

Blick auf Spaniens letzte Vergangenheit und seine gegenwärtige Lage.

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Der Auöbruch der Februarrevolution iu Frankreich schien für den ersten Augenblick kein Land mit einer schnelleren Ansteckung zu bedrohen, als Spanien Italien befand sich schon in einem völlig revvlutionirten Zustande, welches alle Elemente der Anarchie auf einem vulkanischen Boden und ihnen Nichts ent­gegenzusetzen hatte, als ein Gouvernement, das weder in seinen militairischen, noch administrativen Mitteln, ja selbst nicht in der obersten Autorität des Königthums gefestigt und auf sicherem Grunde errichtet war. Das Loos der spanischen Mo­narchie und der Krone Jsabella's II. schien allen nicht genau in die dortigen Verhältnisse Eingeweihten unrettbar dem Verderben überantwortet.

Und gerade Spanien überstand die Krisis der letzten Jahre glänzend und- kraftvoll, während große, legitime Negierungen, wie Preußen und Oestreich, stolz auf ihre militairische Stärke und die tiesgewurzelte Macht ihrer Dynastien, bis in ihre innerste Basis erschüttert wurden. Diese anscheinend seltsame Laune des Geschicks findet in folgenden Umständen und Ursachen ihre Erklärung.

War Spanien gleich ein revolutionair durchwühltes Land, so mangelten ihm

Grenzboten. III. 18öS. 27