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Geschichte Bonifacius VIII.
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terung des historischen Zusammenhangs in biographischen Notizen. . Drnmann hat das Bedürfniß, auch in Beziehung auf die Notizen seinen Stoff vollständig zu erschöpfen, und wir billigen das Bestreben vollkommen vom Standpunkt des größern Publicnms aH, welches sich z. B. vvn der vornehmen Weise Ranke's, nur das anzuführen, was gerade seinem Gesichtspunkt wesentlich ist, abgestoßen fühlt, und gern nach manchem Detail noch eine nähere Erkundigung einziehen möchte; allein wir glauben, daß auch dieses Detail in den Nachtrag verwiesen werden muß, um die Einheit der Handlung nicht zu stören.

Ein zweiter Tadel, den wir uns erlauben, bezieht sich auf die Sprache. Drnmann bestrebt sich, so einfach, gedrungen und anspruchslos als möglich zu erzählen; aber gerade diese Anspruchslosigkeit hat zuweilen etwas Geziertes, das uns nicht gerade angenehm berührt. Es tritt das freilich mir an einzelnen Stellen hervor, aber gewöhnlich an solchen Stellen, die auf die Stimmung des Pnblicums entscheidend siud uud ihm die Unbefangenheit ranben. Wir glauben im Interesse des Bnchs zn> handeln, wenn wir das Pnblicum auffordern, sich dadurch nicht stören zn lassen.'

Die Fortschritte der katholischen Kirche

Wenn in der großen Bewegung von 1848 durch nothwendige oder zufällige Umstände fast alle Hoffnungen getäuscht wurde», aus Seiten der Völker wie auf Seiten der Fürsten, so hat dagegen eine Macht, die am meisten bedroht zu sein schien, mit der ihr seit Jahrtausenden inwohnenden Schlauheit, die Lage der Verhältnisse so zu benutzen gewußt, daß sie sast überall ihren Einfluß erweitern konnte. Um die Fortschritte, die sie namentlich in Deutschland gemacht, zu über­sehen, empfehlen wir eine kleine Schrift, die so eben erschienen ist: Die katholi­sche Hierarchie in den großen deutschen Staaten seit 1848 und der gegen­wärtige Conflict zwischen den Fürsten und den Bischöfen der oberrheinischen Kirchcnprovinz. Von Dr. Knies, Privatdocent in Marburg. Halle, Schwetschke und Sohn. Die Abhandlung ist besonders abgedruckt aus der Allgemeinen Monatsschrift für Wissenschaft und Literatur. Sie beginnt mit der Würzburger Konferenz der deutschen Bischöfe am 22. October 1848, geht zu der östreichischen Konferenz der Bischöfe und der durch dieselbe motivirten Aufhebung des klaeswm rssswm vom 18.. April 1830 über, und wendet sich dann zu den preußischen Verhältnissen, wo durch die Verfassung vom 31. Januar 1830 gleichfalls die Freiheit der katholischen Kirche garautirt ist. Die bayrischen und rheinischen Conflicte machen den Schluß.

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