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zu sprengen; die ganze Verbindung soll damals nur im Besitze eines schweren weißen Flauschrvckes gewesen sein, und als man einige Jahre später den Versuch machte, sie wieder ius Leben' zn rufen, da bekam der Universitäts-Richter Schulze sammt dem Geheimrathe Delbrück, jetzt schon verstorben, den Schwindel, die Universttäts-Polizei in ihrem schnell- und langbeinigsten Pedell Schö'nberger wurde ausgeboten, die Kneipen fleißig abzupatrouilliren, und privatim ergingen die dringendsten Bitten, das kaum ausgejätete Unkraut Pommerania um Gotteswillen nicht wieder anzubauen und zu beziehen. Bis dahin reicht unsre akademische Erinnerung; trotz jener polizeilichen Mißliebigkeit waren die Pommern bei Bürgern und Studenten gern gesehen, die „Herrens" aus Pommern bezahlten ehrlich nach der Anstellung Miethe, Hauspump, Bier- und Schneiderrechuungeu, während die Studenten die Gntmüthigkcit ihrer akademischen Kommilitonen als geselliges Ferment nicht entbehren mochten. Jetzt, bei vergrößerter Verbindung mit ganz Deutschland, stndiren die Pommern auch auf süddeutschen Universitäten, obwol die Zahl der Studirenden immer mehr abnimmt, da das frühere Vorurtheil, als müsse jeder talentvolle Jüngling Beamter werden, und sei derselbe für das gewöhn- liche bürgerliche Leben zn gut, immer mehr schwindet.' Zugleich schreckt die gesteigerte Abhängigkeit der Beamten, das über ihnen schwebende Disciplinargesetz viele Aeltern ab, ihre Söhne einer zweifelhasten Zukunft blosznstellen; namentlich warnt man vor dem Studium der Theologie, weil die neueste Richtung der Theologie, die bei Anstelluugen verlangte Rechtgläubigkeit, der zunehmende Zelotismus unter den Pfarrern, welcher bald den lebeusfrischen gesnnden Jüngling in einen abstoßenden, ungenießbaren Pfaffen verwandelt uud ihu vollständig vereinsamt, nicht viel Anziehungskraft haben. Der größere Drang zum Studium der Medicin hat bereits die kleineren Städte, ja sogar die größeren Dörfer mit Aerzten versorgt; ein einziger Kreis in Pommern zählt schon mehr Aerzte, als vor 30 Jahren der ganze Regierungs-Bezirk, so daß die Existenz der Aerzte bei gesteigerter Con- currenz nicht immer die glücklichste ist. Wir glauben deshalb, daß auch die Zahl der Medicin studirenden jnngen Männer wieder abnehmen wird.
Die Zollvereinsfrage
Eine Stimme aus Sachsen.
Die Gegensätze haben sich auf die Berliner Zollconserenz nun so schroff gegenübergestellt, daß man, wenn nicht eine unerwartete Wendung eintritt, die nahe bevorstehende Auflösung des Zollvereins als gewiß betrachten muß. Es