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Ein deutsch-amerikanisches Auswandererschiff.
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dem andern verfloß, ohne daß wir sagen konnten, nns je gelangweilt zu haben, ja noch mehr, daß wir fast nngern und wider Willen unser gemüthliches Steerage verließen, als unser Schiff in dem Hafen von New Orleans an dem amerikani­schen Festlande anlegte.

Neueste englische Literatur.

Robert Browning.

Browning ist der bedeutendste Dichter jener jungenglischen Schule, die mit den Traditionen der ältern Literatur vollständig bricht uud sich der metaphysischen Richtung der deutschen Poesie anschließt. So seltsam diese Schule auf den ersten Anblick gegen diejenigen englischen Dichter absticht, an die wir unsre Kenntniß des britischen Nationalcharakters anzuknüpfen gewöhnt sind, so steht sie doch nicht außerhalb der Entwickelung der Literatur. Die Elemente derselben sind bereits in den bedeutenden Dichtern zu Anfang dieses Jahrhunderts zn finden. Words- worth hat die Poesie an philosophische Contcmplation gewohnt, Byron dem indi­viduellen Jnstinct im Gegensatz gegen die Regel nnd das Gesetz einen kühnen poetischen Ansdrnck gegeben, und Shelley dem träumerischen Spiel mit meta­physischen Abstractivnen und gestaltlosen Bildern Eingang verschafft. Dann hat Thomas Carlyle die deutsche Poesie in England eingebürgert, nicht nur durch seine Ucbersetzungen, sondern vorzugsweise durch seinen eigenen Styl, der mehr an Ieau Paul erinnern, als an irgend ein englisches Vorbild. Er hat den Cultus des Geniuö, der sich in den früheren Dichtern nnr als Jnstinct aussprach, zu einer Doctrin abgerundet. Dann sind von Deutschland her Hoffmann und Heine, von Frankreich vorzugsweise Balzac eingeführt, nnd jene Poesie des Kontrastes, die Glauben und Zweifel, Enthusiasmus uud Ironie, Uebermnth und Blafirthcit so in einander verwebt, daß das Eine das Andere aufhebt, hat sich auch des englischen Denkens und Empfindens bemächtigt.

Der Grundgedanke, den wir in sämmtlichen Gedichten Browning's wieder­finden, ist der bekannte Faustische, daß das höher strebende Gemüth sich an endlichen Dingen nicht befriedigen kann und mit leidenschaftlicher Sehnsucht dem Absoluten nachstrebt, welches sich doch seiner Natur nach dem Verständniß wie dem Gefühl entzieht. Der Dichter hat eine umfassende Bildung, einen großen Reichthum empfangener Reflexionen und anticipirter Empfindungen. Diese ver­allgemeinern sich in seiner Seele zu Abstractioneu, iu deuen von der ursprüng­lichen Vorstellung eigentlich weiter Nichts übrig bleibt, als die Stimmung, die um