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Pariser Botschaften.
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ren, aber folgende Geschichte dürfte noch nicht ganz bekannt sein, obgleich auch sie wie die Februarrevolution mit einem Pistolenschüsse lärmend in die Welt getreten. Und diesmal müssen wir in eisernem Wahrhcitsgesühlc gestehen, daß Ihr Botschafter nur zum gläubigen Nachredner anderer Allwissenheiten sich hergebe. Der Park von St. Cloud ist für Frauen vor Jähren ein Lieblingsaufenthalt gewesen, und wenn erst besondere Gastfreund­schaft den reizenden Lustsitz noch reizender zu machen bereit ist, läßt sich die Unwidcrsteh- lichkeit von Ludwig's XIV. Residenz noch besser begreisen. Eine Dame, deren Gemahl neugebacken in der Ehe wie als Großwürdenträger ist, machte begeistert von diesem Ausenthält, und zwar ohne Wissen ihres Gemahls, Gebrauch. Dieser erfuhr durch einen andern Großwürdenträgcr die so lebhast declarirtc Leidenschaft von Madame für St. Cloud. Der Mann, der von Moliere anticipirend besungen wurde, klei­dete sich schnell in seine ncugestickte Unisorm, holte zwei ebenfalls neuuniformirte Freunde ab und begab sich an Ort und Stelle. Die Consigne der Franzosen kennt selbst keine Achtung vor Uniformen, und<m pssss x«s, möms si vous öl-ion le xetit vsxoral" ist schon dagewesen. Man vassirte nicht und der historische Pistolenschuß ging los zum zweiten Male, aber nicht mit gleichem Effecte. Man wußte, wer da sei, und ließ ruhig schießen. Erst am Morgen in Begleitung des humoristisch lächelnden und leuchtenden Vertrauten fuhr aus den Thoren des Parkes.... Und Sie wollen, ich soll Ihnen über Literatur und Theater sprechen? Die Politik läßt uns eben so wenig Ferien, als Mlle. Violette dem gelangweilten Pandolphc in Georg Sand's langweili­gem Stücke. Die Boulevards bringen neue Spectakelstücke in Menge. Aber welches gleicht der Wirklichkeit?

Der Umschwung in Bremen.

Der Sieg der Reaction in Deutschland ist vollendet. Nachdem der letzte unbequeme Widerstand in Hannnover durch den günstigen Zufall eines Thronwechsels beseitigt, der letzte größere deutsche Staat damit unter die unbedingte Herrschaft der rcstcmrativen Tendenzen zurückgefallen war, ließ sich eigentlich ein irgend erfolgreicher Kamps gegen diese Gewalt auf einem einzelnen Punkt nicht mehr denken. Dem ganzen Deutschland gegenüber, das nach so manchen heftigen Regungen und offenen Ausbrüchen der Unge­duld dennoch wieder zu den Füßen der heiligen europäischen Allianz lag, konnte sich die völlig vereinzelte Demokratie in Bremen nicht halten; so wie unter ähnlichen Um­ständen auch die Alpenburg der schweizerischen Eidgenossen fallen wird.

Lange genug in der That ist es den bremischen Republikanern vergönnt gewesen, den siegenden Waffen der Reaction zum Trotz ihr Wesen zu treiben, und um so gellender ihre lästerliche Stimme ertönen zu lassen, je stiller es im übrigen Vaterland rings um ward. Aber wie sich nun zeigt, verstand diese Gattung ideologischer Politiker dort wie überall besser zu sprecheil und gemüthlich zu wühlen, als verständiges Maß zu hal­ten. In einem uralten Freistaat wie Bremen, den Handel und Seeverkehr und selbst das friesische Blut seiner Bewohner von jeher auf die frciestcn'Formen des öffentlichen