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Wochenbericht.
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schwunden ist. Das junge England war eine kleine Coterie hyperromantischer aristo­kratischer Jünglinge, die in blauem Frack und weißer Weste den Untergang der Stuarts, der Feudalherrschast, der Klöster und des Katholicismus beweinten, und deren Faseleien ein ehrgeiziger Emporkömmling, Herr D'Jsraeli, mit geistreicher Sophistik und blendender Rhetorik eine präsentable Gestalt gab, während er die vornehmen Connexionen seiner Zöglinge als Stnfen benutzte, um zu eiuer politischen Stellung zu gelangen. Er hat sein Ziel erreicht, das junge England aber ist verschwunden; sein letzter Rest, Lord John Manners, hat zwar im vori­gen Jahre die Stuarts noch in einem Gedicht als die einzigen rechtmäßigen Erben der englischen Krone besungen, aber doch in diesem Jahre, als Mitglied des Ministeriums Derby, der Königin Victoria Treue und Gehorsam geschworen.

Wenn aber die Torypartei weder durch die Macht ihrer Talente noch ihrer Ideen gefährlich ist, wenn man sie auch nur als einen Hemmschuh an der Staatsmaschiue betrachten darf, so ist doch wenig Aussicht vorhanden, daß ihre Zahl, uud also auch ihre parlamentarische Bedeutung vermindert werde, so lange das gegenwärtige Wahlsystem unverändert bleibt. Ihre Stärke liegt in den ackerbaueuden Wahlbezirken. Die Tenantfarmer (Pächter auf feste, längere Ter­mine) sind' uuzufriedeu über ihre Lage, und klagen laut; aber Daraus beschränkt sich ihre Opposition gegen die Grundbesitzer. Die l'enants at will (Pächter auf Kündigung) sind nicht in der' Lage, unabhängig aufzutreten, wenn sie auch dazu geneigt wären; sie haben nicht genug politische Kenntnisse, um eine unab­hängige Partei zu bilden, wenn sie die Macht dazu hätten; und sie haben nicht einmal Führer, wenn sie die Macht und die Fähigkeit hätten, gegen die Grund­besitzer eine Opposttiousstellung einzunehmen.

Wochenbericht

Deutschland.

Die Noth, der Zollverein, die Flotte. In die geselligen Freuden des Winters klingt ein Wehruf der Hungrigen und Elenden in verschiedenen Gegenden Deutschlands. Vom Spessart und der Rhön, aus Oberschlesien, aus Preußeu kommen Berichte über ein hilfloses Elend, welches pest­artige Krankheiten erzeugt und die Kirchhöfe füllt. Es ist klar, daß in solchen Ge­genden, wo der Tagelohn des Feldarbeiters oder der Verdienst des kleinen Hausarbei­ters nur ZV Silbcrgroschen beträgt, der Arveiter fast ausschließlich auf Kartoffel­nahrung angewiesen ist, und bei jeder Mißernte derselben, zumal wenn diese mit einer Preiserhöhung des Getreides verbunden ist, allen Qualen des Hungers ausgesetzt wird; es ist nicht zu laugnen, daß Maugel an Intelligenz, schlechter Schulunterricht und eine ungesunde bürgerliche Stellung des kleinsten ländlichen Grundbesitzes dieses Leiden vergrößern; es ist ferner nicht zu läugnen, daß schlechte Gemeindegesetze und