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Von den kleineren Wörterklassen leben die Präpositionen zahlreich in der Sprache fort, da der Sinn des Volkes für die Verhältnisse des Raumes durch sein Leben stets frisch erhalten wnrde. Die Präpositionen stehen entweder mit dein einen der zwei Dative, oder auch mit dem Nominativ, was auch in anderen Sprachen, welche keine kräftigen Flexionen haben, vorkommt. Merkwürdig ist es aber, daß der beim Gebrauch der Präpositionen so wichtige Gegensatz von Ruhe nnd Bewegung von der Zigeunersprache nirgend bezeichnet wird; auch der Sanskrit und seine indischen Töchter sind in dieser Beziehung unvollkommen. Die Conjunctio- nen aber, Wörter, bei deren Cultur gesellige Bildung und logische Schärfe ganz vorzüglich thätig sind, erscheinen sehr mangelhaft und wild; viele sind den anderen Völkern genommen, in deren Methode zu denken und zu sprechen sich die einzelnen Banden einlebten.
So erscheint auch der grammatische Bau der Zigeunersprache durchlöchert, ärmlich und verfallen, wie das Leben Aller, welche in dieser Sprache denken, verkehren, lachen und weiueu. Die Forschungen von Herrn Pott sind deshalb nicht weniger daukenswerth. Deun der würde irren, welcher glaubte, daß der Haupt- nutzen der mühsamen und langwierigen Arbeit gewesen sei, zn ermitteln, in welchem Jargon einige hundert Lumpen nnd. Gauner sich unterhalten; der große Zweck aller Forschungen über die Zigenner ist: die Gesetze festzustellen, nach welchen die Desiguration und Auflösung einer Völkerseele durch übermächtiges Eindringen fremder Culturen vor sich ging, und diese Völkcrseele in allen ihren Lebensäußernngen aus der Bahn des Verderbens zn verstehen. Daß die Beobachtungen und Erfahrungen, welche in diesem bestimmten Fall gemacht werden, außerdem anregend nnd aufklärend auf viele andere Gebiete der geschichtlichen Forschung, wirken, versteht sich von selbst. Und die Wissenschaft soll in ihrem Bereich überall keine Räthsel dulden.
Neue Tendenzen der französischen Novellistik.
Die Aufnahme Alfred de Mnsser's in die französische Akademie wäre als ein charakteristisches Zeichen für die gegenwärtige Stimmung in Bezug auf die schöne Literatur zu betrachten, wenn es überhaupt möglich wäre, für die Handlungsweise dieser berühmten Körperschaft irgend ein festes Princip aufzufinden. Freilich soll sie die Sommitäten jeder beliebigen Richtung in sich aufnehmen, aber das ist ein Begriff, der sich schwerlich einer festen Regel bequemt. Die Akademie hat in früheren Zeiteu für die Entwickelung der französischen Literatur eine große Bedeutung gehabt; sie stellte den ununterbrochenen Fortgang der Tradition in den Begriffen vom Schönen dar. Wenn anch in früheren Zeiten gerade die bedeu-