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Pariser Botschaften.
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mit derselben Kälte, die man ihm angcdcihen läßt. Die Höfe des Continents werden sich dadurch kaum beirren lassen, denn wenn ihre Diplomaten ihren Ge­halt nicht ganz umsonst beziehen, müssen sie die An- nnd Absichten des Präsidenten und seiner Umgebung kennen. Eine dauernde Annäherung zwischen ihnen nnd dem Präsidenten ist nur daun wahrscheinlich, wenn die Fahne der Coustitntiona- lität und der liberalen Politik von deu englischen Kammern iu Ehren gehalten wird. Nur wenn ein liberales Ministerium an die Spitze eines neuen Cabinets gelangt, kann es Louis Buonaparte gelingen, seine ursprüngliche Absicht zu erreiche«, die nor­dischen Hofe zn einer Allianz mit Frankreich zn bewegen. Aber auch diese kaun nicht von Dauer seiu, denn unsre Prätorianer haben keinen Augenblick ihre Pläne einer neuen Odyssee" dnrch ganz Enropa aufgegeben. Louis Buonaparte ist nicht der Maun, der auf halbem Wege stehen bleibt, und seine octroyirte Konsti­tution ist ein Vorgeschmack dessen, was uns bevorsteht. Hier zu Lande fühlt man sich auch keiueswegs beruhigt, und weder die handelnde, noch die arbeitende .Klasse wagt es, mit Zuversicht auf die Zukunft zu sehen. Zudem scheint die Des- organisirnng auch der Negierung selbst zu drohen, uud die Partei Persigny's, des militärischen Socialisten, liegt sich mit jener des gouverneinentalen Morny in den Haaren. Louis Buouaparte hält diese widerstreitenden Elemente noch einigermaßen zusammen; wenn aber einmal der Einfluß des Seuats und der Staats­rath hinzutreten wird, dauu dürfte er selbst dieser zersetzenden Arbeit von den ver­schiedensten Seiten und nach den verschiedensten Richtungen hin kaum Meister bleiben können.

Wochenb e richt.

Brüssel, 18. Januar 1832. Das Hauptereigniß der letzten Woche, das noch jetzt unsren politischen Kreisen in der Presse viel zu sprechen giebt, bildet der Brouckere- Hody'sche Conflict, der mit dem gezwungenen Rücktritt des Letzteren endete, und eine heftige Journalpolemik zwischen dem Sieger nnd dem Besiegten nach sich zog. Wiewol Baron Hody in der Beamtcichierarchie nur einen Posten zweiten Ranges bekleidete, so wurde sein Rücktritt doch als ein bedeutsames politisches Ercigniß betrachtet, weil der­selbe die Folge eines, durch die traurigen Zeitvcrhältuisse leider sehr wichtig gewordenen Principienstreits war, der uns fast mit einer Ministerkrisis bedrohcte.

Baron Hody bekleidete seit 12 Jahren den Posten eines Chefs der zweiten Section — Verwaltung der Gefängnisse und der öffentlichen Sicherheit — im Justizministerium, oder, mit andern Worten, eines Laudespolizeichcfs. Der klerikalen Partei angchörig und von dieser zu dem bedeutsamen Posten erhoben, hatte er durch seinen Eifer und seine energische Thätigkeit sich die Achtung auch der gegnerischen Partei zu erringen, nnd sich dadurch bei allen seitdem erfolgten Cabinetsumwandlung.cn auf seinem Posten zu be­haupten gewußt, wiewol die übertriebene Strenge und der klerikale Verfolgungseifer,