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Shelley.
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welche in England die Weiberemancipation predigte, und ans die wir noch zurück­kommen müssen, gehört in diese Reihe. Wir skizziren hier znm Schluß einen philosophischen Noman von ihr, der im englischen Publicnm nicht geringes Auf­sehen erregte, und da er anonym erschien, im Anfang den besten Autoren zuge­schrieben wurde. Er hieß: Fraukenstein oder der neue Prometheus (1817), und hatte zum Gegenstand die seltsamste Erfindung von der Welt. Franken­stein hat nämlich durch vielseitige Studien der alten Naturphilosophie die Knnst gelernt, durch chemische Präparate Menschen hervorzubringen. Er producirt also ein rieseuhaftes Monstrum, welches ursprünglich nicht bösartig ist, aber wegen seiner isolirten Stelluug unter den übrigen Menschen znm Haß gegen das Ge­schlecht getrieben wird, und wahrhast teuflische Greuelthaten begeht. Er verspricht seinem Schöpfer uud Meister, sich zu besseru, wenn dieser ihm eine Lebensgefährtin von ähnlichem Umfange verschaffen würde. Frankenstein geht auch ans Werk, aber da er von Gewissensbissen gefaßt wird, ob er es auch vor den Menschen verantworten könne, wenn die Race sich fortpflanzte, so zerstört er sein schon halb vollendetes Werk. Ans Zorn darüber wird das Ungeheuer zum vollständigen Teufel, bringt Alles um, was ihm in den Weg kommt, zuletzt Frankenstein selbst, uud geht dann bekümmert und unter vielen Thränen mit Riesenschritten nach den: Nordpol, um dort einsam zu sterben. Die Ausführung dieses wunderlichen Problems zeugt von so viel Phantasie, daß sie znweilen an Hoffmann nnd Arnim erinnert, aber wie bei diesen.Dichtern fragt man vergebens nach dem Warum.

Gin Tag in Gibraltar.

Eifrig schuob der Dampfer von Algier auf Gibraltar zu. Noch waren es nicht zwei Tage, seit er die alte Corsarenstadt verlassen , und schon tauchte der Felseu von Calpe ans dem Meere auf. Es war ein wunderbarer schöner Abend, als wir in die Meerenge von Gibraltar einliefen. In tiefblauer Farbe rollte das mittelländische Meer, und blauer noch als das Meer war der Himmel, kein kleines Wölkchen unterbrach die tiefgesättigte Färbung. Von der sinkenden Sonne in eigenthümlichen, prächtigen Farben beleuchtet, traten, je weiter wir in die Meerenge einliefen, immer näher die Küsten zweier Welttheile vor unsre Blicke. Links die afrikanischen Gebirge, mit dem seltsam geformten Berge Abyla, bis zum Vorgebirge Ceuta, rechts Spaniens Felsenküste, der Leuchtthurm von Tarifa und das User bis zum Berge Calpe, der Gibraltar auf seinem Gipfel trägt. Die seltene Klarheit der Luft und die scharfe Beleuchtung der untergehenden Sonne ließ durch ein gutes Ferurohr alle Kuppen, Zacken und Buchten der beiden Küsten vollkommen deutlich erspähen. Offenbar hat Hercules oder ein anderer