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Austria Felix.
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Wir Alle wünschen das, denn Wahrheit ist uns lieber, als gleißende Lüge, wir wollen Wahrheit, sei sie noch so bitter.

Hat man den Muth nicht constitntionell zu sein, so habe man doch wenigstens den Muth offen absolutistisch zu sein; wir wollen uns lieber vor dem Des­potismus beugen, als vor dem politischeu Jesuitismus, jeuen werden wir hassen, diesen aber müssen wir verachten.

Ein Ministerium, das die Presse fürchtet, trotz der gesetzlichen Fesseln, die es dieser selber dekretirt, und doch nicht den Muth hat die Censur zu dekretiren, ein Ministerium, das Alles gethan zu habeu glaubt, wenn es den Verrath blos jesui­tisch verleugnet, kann nicht existireu, muß verachtet werden; der offene Räuber ist jedenfalls respektabler als der gemeine Dieb.

Ein Erlaß des eommandirenden Generals von Ungarn.

Aus Ungarn.

Daß Baron Haynau mit der öffentlicher Meinung Mokettiren sollte, er, der so sehr das Urtheil der Geschöpfe vom Civil verachtet, klingt mährchenhast. Aber es steht im offiziellen Theil derPesther Zeitung." Vor dieser Autorität muß auch der ärgste Skeptiker das Knie in ehrfurchtsvoller Gläubigkeit beugen.

Das Factum hat uns unangenehm überrascht. Es hat uns abermals eines Ideals beraubt, eine unserer Illusionen zerstört. Wir verehrten bisher den gnä­digen Herrn von Ungarn als einen unabhängigen Charakter unserer Zeit, als einen Mann, der über die kleinlichen Schwächen anderer Ervenkinder erhaben ist, der sein großes Ziel beharrlich verfolgt, unbekümmert um das Urtheil der blinden Mitwelt und der uoch nicht vorhandenen Nachwelt, uubeirrt vou dem Haß uud dem Fluch desPöbels" und der Galgenvögel, der Zeitungsschreiber. Und jetzt jetzt fällt er anbetend vor diesem Götzen des Tages nieder, vor der öffentlichen Meinnng. Vom Obercommandv des 3. Armeecorps.

Nachdem allgemein bekannt ist," sagt der Erlaß,daß die ungarischen Auf­wiegler, uamentlich die ins Ausland geflüchteten Häuptlinge der Revolution, sich die Aufgabe gestellt haben, das gerichtliche Verfahren Oestreichs gegen die Revo­lutionäre mit den grellsten Farben barbarischer Streuge (sie!) zu schildern, das ihrige hingegen als höchst schonend darzustellen, so liegt es unzweifelhaft im Interesse der östreichischen Regierung, gegen diese schnöden Lügen mit widerlegen­den Thatsachen hervorzutreten und jene unzähligen Opfer, welche unter dem Hen­kerbeil des uugarischeu Terrorismus verblutet sind, Zahl und Nameu nach dem Publikum vorzuführen n. s. w.