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Zum ersten Januar 1850.
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reich von seinem Standpunkt aus einen rechtlichen Antheil sicher beanspruchen wird. Wir haben deutsche Staaten, welche sich weder an Oestreich, noch an die Union anschließen wollen und das Ideal einer Einheit auf der Znnge tragen, welche romantischer ist, als irgend Etwas, das dem Gehirn eines kranken Poeten ent­sprang. Aber Alles das ist gering gegen die Macht, welche die Völker und Re­gierungen zn einem und demselben- Ziele forttreibt, die Macht der materiellen Interessen, welche in den Staaten Deutschlands gesund und kräftig wirken und grade in diesem Winter ihren segensreichen Einfluß aus Wohlstand und Sittlich­keit glänzend beweisen, und die Macht der deutschen Bildung, welche stärker ge­worden ist als Kriegsheere und die Leidenschaften der Herrschenden. In diesen beiden Kräften liegt die Bürgschaft für unser Gedeihn und dafür, daß das neue Jahr nicht ohne Segen durch unsre Herzen ziehn wird. Wir aber wollen ge­treulich die Waffen tragen dem engern Bundesstaat und dem Parlament des Früh­lings von 1850, und mit frohem Vertrauen grüßen wir beim Aufgang des neuen Jahres unsere Freunde und Kampfgenossen.

Die Märzpoe ten.

Zu den heiligsten Errungenschaften unserer glorreichen Revolution rechnet das junge Geschlecht die neue Poesie, welche sich lediglich mit den Ideen nnd den Thaten der Freiheit beschäftigt, welche keiner andern psychischen Begründung bedarf und befähigt ist, als der Versicherung, daß sie da sei; welche siegt, indem sie er­scheint, die zu lästern, nicht mehr einen Mangel an Geschmack, sondern eine Verderbniß der Gesinnung verräth. Und zu den gefährlichsten Werkzeugen des Absolutismus und der Reaction wirst sie die vormärzliche Kritik, jene Kritik, welche den Maßstab des Schönen an die Schöpfungen der Phantasie legte, in die dunkle Kammer, wo man die Folterwerkzeuge der willkürlichen Gewalt aufbewahrt, zum Schrecken der Nachwelt und zu Frommen eines bessern Geschlechts.

Die Märzpoesie ist älter als der März, sie ist eigentlich eine Tochter der vormärzlichen Kritik. Als Gervinns vor zehn Jahren von seinen Studien über die Entwicklung der deutschen Dichtkunst das Facit zog, fand es sich, daß unsere Nation gerade so viel Kraft daraus ausgegeben habe, als zu ihrer Verwendung stehe, und daß sie damit aufhören müsse, falls nicht alle übrigen Lebensfunctionen versiegen sollten. Handeln wäre die Losung des Tages, und wenn die Kunst noch einen Platz in der neuen Bewegung behaupten wolle, so müsse sie sich nütz- ich erweisen: sie müsse, da sie selbst keine That sei, zur That wenigstens aus-