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Schlesische Gedichte von Karl v. Holtei.
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Sulch' a' Buch, was wievcl hundert Jahre Uf'ein Puckel hat, aus fremden Landen Und ans fremden Zungen stammt, das is' nich', Daß ma' drinne li'st, wie in dan'n Büchern, Die-s-d'der aus der Leihbibliaptheke Hnlen t'nst. Do ha'n der Schriftgelehrten, Wenn se uf'm Predigtstuhle papern Manchesmal zwce Stunden lang zu mähren, Eh-b-se a' klee' numpcrnes Gesetze! Vun zwee Zcideln ock vunsammen klauben? Uf de Letzte, wenn ber nich' meh' künncn, Wir vum hieren blnßig, sie vum räden, Sey' ber sn gescheidt als wie zuvor.

Underdessen Hot sihch nnse Iulchen

Aus 'em Hanse nf a' Hof geschlichen;

Do begegent' i'r der Schneider-Fritze,

Dar summt jnstc ans der Kinderlehre.

Dän befragt se ooch. Gerechter Struhsack!

Wil' sihch dar nich' ctwan schäckigt lachen?

Pücklich künnt' ma' drüber wcr'n," su schreit a';

Hot ma' su was schund d'erhiert, ihr Gänse?!

Wißt i'r nich', was 'Farr bedent't? A' Uchse

Is' a' Farr! Und Uchsen muhß ma' schlachten."

Und de Iulchen stellt sihch, wie de Henne Wenn se gaarert.Was? A' 'Farr a' Uchse? Nee' uf sn was, war' ihch mei' Läbtage Nich' gerathen! Seyn de 'Farrcn Uchsen?! Dcsthalb thun se manchesmal sn prnllcn!"

Ungarische Zustände.

Ungarn schwärmt. In diesem Worte liegt das vollständige Bild unsers unsäglichen Jammers. Sechzehn Monden sind bereits verflossen seit dem ver­hängnisvollen Tage von Vilugos; wir lebten während dieser Zeit in einem Zn­stande, den man gewöhnlichFrieden" nennt; der Belagerungsznstand machte jede politische Agitation, ja selbst die Besprechung der untergeordnetsten Negie- rnngsangelegenheitcn unmöglich; das große Heer von Beamten, und die ins Unendliche gehenden Negiernngserlasse mahnen uuö täglich au die uenen Zustände, in die wir gedrängt worden sind, und dennoch wissen wir uns nicht in die ge­gebenen Verhältnisse zn fügen, und unser Volk lebt in einem Znstande der trau-