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Heinrich von Gagern als schleswig-holsteinischer Officier.
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hohen kräftigen Gestalt, und auch der feste, ernste Ausdruck seines Gesichtes eignete sich ausnehmend für einen höhern Officier. ^

Er hat die großen Leiden und genügen Freuden der kleinen schleswig-holstei- nischen Armee getreulich bis zu ihrer gezwungenen Auflösung getheilt. Hätten die Diplomaten uns vergönnt, wenigstens noch eine große Feldschlacht gegen die Dänen zu schlagen, wie es der sehnlichste Wunsch des Heeres war, so hätten wir den Major von Gagern vielleicht auch noch avanciren gesehen, was uns Osficieren weuigsteus große Freude gemacht hätte. Das Schicksal wollte es anders. Ruhig, in ernster, würdevoller Haltung, ohne den mindesten Exceß irgend einer Art, der seine militärische Ehre hätte beflecken können, ebenso wie es sich gebildet, löste das schleswig-holsteinische Heer sich wieder ans, uud Herr von Gagern konnte auf sein heimathliches Landgnt zurückkehren.

Wenn die strenge Muse der Geschichte einst mit lanter Stimme kommenden Geschlechtern die jetzige Zeit, große Erbärmlichkeit und tiefe Schande, verkündet, wird sie uuter den Männern von Bedeutung, die ihren Schild rein und glänzend erhalten haben, auch Gagern als einen der besten nennen, und anßer seinen Ta­lenten und seinem Wissen, die er mit vielen Andren theilen mag, wird sie unseren Enkeln anch sein warmes Herz rühmen uud sprechen: der Mann war sehr ehrlich und treu.

Ein früherer schlesw.-holst. Officier.

Wochenschau.

Plaudereien aus Mnncheu. Wir dürfen uns wieder drei und dreißigfach anders verletzt empfinden in unsern Nationalgefühlen welche Errungenschaft des Jahres 1851! Glauben Sie ja nicht, daß ich mit diesem Jubel, der deutscheu Reform neuen Stoff zu flammenden Artikeln gegen die Lust der Nöthen an der allgemeinen Zersplitterung geben will. Nein, ich bin vielmehr ein so wohlgeschulter Patriot, daß ick) mich in Baden karlsruhisch, im einen Hessen darmstädtisch, im andern sogar kassclisch, im driten homburgisch empört sühleu kann, wenn reisende Franzosen und namentlich Nüssen nicht einmal die Residenzen unserer Vaterländer für ordentliche Städte gelten lassen wollen. Von den Engländern läßt man sich so etwas eher gefallen; ihre göttliche Selbstschatzuug erlaubt ihuen ja auch keine rechte Anerkennung für Paris uud Petersburg. Aber bei den Franzen und Moskowitern gewiß, da ist's bloß Misgunst, wenn sie behaupten: eigentliche Städte gäbe es in Deutschland nur drei, Hamburg, Berlin und Wien. Hamburg gefällt beiden ganz besonders, vielleicht weil es beinah englisch ist; Wien ist namentlich ein Liebling der Franzosen, vielleicht weil's für Rußland recht ge­legen. Und Berlin .... Es ist eine ganz passable Stadt dies Berlin, von wo aus sich eine schöne continentale Demarcationslinie südwärts über Wien und nordwärts über Hamburg ziehen ließe. Wenn's nur nicht so ganz unbefangen preußisch wäre und außer-